Ein Artikel der Redaktion

Helpful bietet ersten Kurs an Papenburger Kinderhospiz startet mit inhaltlicher Arbeit

Von Christian Belling | 07.06.2018, 16:42 Uhr

Ein halbes Jahr nach dem Einzug in die Anlaufstelle für ein ambulantes Kinderhospiz am Papenburger Vosseberg nimmt die Arbeit von Helpful jetzt auch inhaltlich Fahrt auf. Dank einer entsprechenden Ausbildung kann der Verein ab sofort Lehrgänge zum Kinderhospizbegleiter anbieten.

Wie Helpful-Vorsitzende Stefanie Nee im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, hat sich mit Gizella Smits-Szabo in den vergangenen Wochen ein Vereinsmitglied zur Kinderhospizbegleiterin ausbilden lassen. „Dadurch können wir jetzt auch selbst Kurse anbieten und Interessierte schulen“, erklärt Nee. Für den ersten Lehrgang, der verschiedene Module und ein Praktikum umfasst, sind nach ihren Worten noch freie Plätze verfügbar. „Wann genau der Kurs startet, ist noch offen und hängt auch von den weiteren Anmeldungen ab“, so Nee. Die Gruppengröße soll der Vorsitzenden zufolge nicht mehr als zehn Teilnehmer betragen.

Ohne Fachkenntnisse geht es nicht

„Für den Verein ist es ganz wichtig, dass wir nun auch mit der inhaltlichen Arbeit starten können“, teilt Heinz Vinke mit. Der frühere Leiter der Berufsbildenden Schulen Papenburg engagiert sich in einem Arbeitskreis mit weiteren zehn ehrenamtlich Aktiven bei Helpful. Der Umgang mit sterbenden Kindern und den Angehörigen erfordere nach seinen Worten eine entsprechende Ausbildung. „Wir können nicht einfach auf Familien zugehen, ohne Fachkenntnisse zu haben“, weiß Vinke. Daher sei die Schulung von Smits-Szabo sehr wertvoll. „Das erworbene Wissen kann sie nun weitergeben.“

Ab Juli regelmäßig vor Ort

Wer Interesse an einer Ausbildung zum Kinderhospizbegleiter hat, kann sich unter Telefon 04961 / 8099075 oder per Mail an info@helpful-ev.de melden. Eine direkte Kontaktaufnahme in der Anlaufstelle am Vosseberg ist ab dem kommenden Monat möglich. Ab dem 3. Juli ist das Vereinsheim jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr sowie jeden Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr besetzt. „Verschiedene Ansprechpartner stehen dann im Wechsel für Anregungen , Fragen oder Beratungswünsche parat“, berichtet Nee. Die Vorsitzende freut sich, „dann endlich auch persönlich vor Ort greifbar zu sein.“

Bekanntheitsgrad weiter erhöht

 Seit dem Einzug im vergangenen Dezember habe der Verein nach ihren Worten nochmals den Bekanntheitsgrad erhöht. „Wir werden auch über die Stadtgrenzen von Papenburg hinaus wahrgenommen.“ Nee bedankt sich den vielen Förderern und Spendern, die die Arbeit des Vereins unterstützen. Einen ganz besonderen Dank richtete die Vorsitzende zudem bei einem Treffen im Vereinsdomizil an das Bauunternehmen Thesing aus Aschendorf sowie den Haustechnikbetrieb Abels aus Lehe. „Das wir jetzt hier eine Anlaufstelle haben, wurde erst durch ihre großzügige Unterstützung ermöglicht“, betonte Nee.

Dank an die Firmen Thesing und Abels

Während das Unternehmen Abels unentgeltlich die Heizung-, Sanitär- und Elektroarbeiten durchführte, steuerte Thesing Arbeiten am Putz sowie den Fliesen und der Verkleidung bei. „Diese Unterstützung ist einzigartig. Wir mussten nicht bitten und betteln, sondern bekamen auf kurzem Weg professionelle Hilfe“, machte Vinke deutlich. Die unentgeltlichen Leistungen beider Betriebe liegt nach seinen Worten jeweils im vierstelligen Bereich.

Vorsitzende im Amt bestätigt

Dank dieser Unterstützung sowie den zahlreichen finanziellen Spenden stehe der Verein laut Vinke aktuell gut dar. „Wir können anfangen Familien zu unterstützen. In Notlagen kann dies auch von finanzieller Natur sein.“ Helpful hat nach seinen Worten derzeit rund 60 Mitglieder. Auf der Vereinsversammlung im Frühjahr bestätigten diese Vorsitzende Stefanie Nee in ihrem Amt.