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Gymnasiasten kommen freiwillig 160 Elftklässler bei Berufsinfotag in Papenburg

Von Christian Belling und Jonas Brinker | 01.02.2017, 12:55 Uhr

Beinahe in kompletter Stärke haben sich die elften Klassen des Mariengymnasiums und des Gymnasiums Papenburg am Dienstag beim Studien- und Berufsinformationstag Anregungen über den weiteren Werdegang nach dem Abitur geholt.

„Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Schüler heute da“, freute sich Michael Bloemer, Leiter des Mariengymnasiums, über die hohe Teilnehmerzahl an der Veranstaltung in seinem Haus. Trotz der Zeugnisferien hatten sich mehr als 160 Gymnasiasten freiwillig für die 20. Auflage des Infotages angemeldet. „Die Resonanz zeigt, dass die Schüler um die Wichtigkeit einer frühzeitigen Orientierung wissen“, so Bloemer. Auf die Beine gestellt und gesponsert wird der Studienorientierungs- und Bewerberfachtag von Hubert Schulte, Generalvertreter der Allianz Versicherungs-AG in Papenburg.

Referenten von rund 20 Institutionen

„Der Tag gibt den Schülern die Möglichkeit, eigene Stärken und Schwächen zu analysieren und einzuschätzen“, so Schulte. Die Frage nach der richtigen Berufsentscheidung sei nach seinen Worten dringender denn je. Die Referenten von rund 20 Institutionen boten einen breit angelegten Schnupperkurs durch die Studien- und Berufswelt. Außer klassischen Ausbildungsmöglichkeiten wurden auch die vielfältigen dualen Ausbildungsberufe vorgestellt sowie Tipps zur richtigen Studienwahl gegeben.

Hoher Numerus clausus

Bei den Oberstufenschülern der zwei Gymnasien kam die Veranstaltung gut an. Alexander Eilers erkundigte sich besonders rund um die Themen Biochemie und Medizin. „Ich möchte wahrscheinlich in Richtung Biologie studieren, genau weiß ich es aber noch nicht.“ Der 18-Jährige nutzte die Gelegenheit aber auch, sich für andere Studiengänge Informationen zu holen. Für Sandra Böhmer ist der Berufsweg dagegen schon klarer: „Ich möchte Ärztin werden, am liebsten im Bereich der Chirurgie oder als Kinderarzt.“ Da es aber aufgrund eines hohen Numerus clausus schwierig sei, direkt nach dem Abitur für Medizin angenommen zu werden, plane die 16-Jährige zunächst eine Ausbildung zur Krankenpflegerin oder Rettungsassistentin.

Karriere bei der Polizei

Eike Wienbeuker hat sich vor allem über das Lehramts- und Jurastudium informiert. „Ich finde beides interessant. Aber auch eine Karriere bei der Polizei könnte ich mir vorstellen“, so der 17-Jährige. „Ich habe mich noch nicht genau entschieden, und bin deswegen auch offen für Neues.“ Für Johannes Högemann aus Heede ist der Berufsweg dagegen schon klar. „Wenn es geht, würde ich gerne Medizin studieren, da vor allem Human- oder Zahnmedizin.“ Der Informationstag habe für den 17-Jährigen einen konkreten Nutzen gehabt: „Es wurden hier neue Perspektiven und Möglichkeiten aufgezeigt, auch ohne einen 1,0 Abiturschnitt Medizin studieren zu können.“

„Irgendetwas mit Banken und Finanzen“

Carolin Andrees hat sich erste allgemeine Informationen über das Studium geholt. Für die Zeit nach dem Abitur plant die 17-Jährige „irgendetwas mit Banken und Finanzen.“ Bei Christin Pfeiffer gibt es dagegen noch keine Tendenz. „Studieren schon, aber was genau weiß ich noch nicht“, so die Surwolderin. Sie informierte sich somit zunächst über das Studium allgemein, aber auch besonders für den Beruf als Lehrerin. „Das könnte ich mir schon vorstellen.“