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Geschichte im Fokus Schul-Ensembles aus Papenburg besuchen Krakau

Von PM. | 29.07.2014, 20:26 Uhr

Die diesjährige Orchester- und Big-Band-Fahrt des Gymnasiums Papenburg hat die beiden Ensembles nach Krakau in Polen geführt. Über ihre Fahrt haben sie einen Reisebericht angefertigt und unserer Zeitung zukommen lassen.

Demzufolge hielten sich auf der Fahrt Musik und Geschichtserkundung die Waage. Schon auf dem Weg nach Osteuropa gab es einen Zwischenstopp an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze in Marienborn. Vielen Schülern sei dort die qualvolle und gefährliche Situation an der Grenze zur ehemaligen DDR bewusst geworden, heißt es in dem Bericht.

Später in Polen sei ihnen der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz besonders nahe gegangen. Die Teilnehmer hätten sich über die damaligen Zustände entsetzt gezeigt. Thematisch passend besuchten die Schüler auch die Fabrik Oskar Schindlers in Krakau, der seinerzeit Hunderte Menschen vor der Ermordung durch die Nazis bewahrt hatte.

Bei all der Geschichte wurde aber auch musiziert: Doch das sei gar nicht so einfach gewesen, beschreibt die Gruppe in dem Bericht. Denn es habe kein Probenraum zur Verfügung gestanden, der beide Ensembles hätte aufnehmen können. Doch die Schüler hätten sich erfinderisch gezeigt und auch auf den Zimmern und auf dem Flur geübt.

Das Proben zahlte sich noch vor Ort aus: Big Band und Orchester gaben ein Konzert auf einem Ausflugsdampfer, der die Weichsel entlangfuhr. Gäste, die spontan zu der Fahrt eingeladen worden seien, seien „hellauf begeistert“ gewesen, so der Reisebericht.

Wichtig sei es den Ensembles außerdem immer, auf ihren Reisen Kontakte zu Schülern vor Ort aufzubauen. So wurden die Papenburger vom 13. Lyceum aus Krakau eingeladen. Dabei wurde ein Konzert der Deutschen zu einem Mittel der Verständigung: Unter anderem durch die Musik seien die anfänglichen Vorbehalte der polnischen Schüler geschrumpft, so der Bericht.

Als „absoluter Höhepunkt“ der Konzertfahrt wird der Besuch des Salzbergwerks in Wieliczka bezeichnet. Dort hätten beide Papenburger Ensembles zunächst im Park des Bergwerks ein Konzert gegeben, das von den Besuchern mit viel Begeisterung aufgenommen worden sei. Danach seien die Schüler selbst zu einer Besichtigung aufgebrochen. Mit „vielen neuen Eindrücken“ hätten sie schließlich die Heimreise nach Papenburg angetreten.