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Gericht stellt Verfahren ein Schmerzensgeld nach Körperverletzung in Papenburg

01.07.2014, 16:21 Uhr

lmee Papenburg. Das Amtsgericht Papenburg hat ein Verfahren gegen einen 24-jährigen Mann aus dem nördlichen Emsland vorläufig eingestellt. Der Angeklagte, der sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten musste, einigte sich mit dem mutmaßlichen Opfer auf die Zahlung von 8000 Euro Schmerzensgeld.

Diesen Betrag hatten die Verfahrensbeteiligten bei einem Täter-Opfer-Ausgleich vor dem Landgericht Oldenburg ausgehandelt. Vor diesem Hintergrund entschied das Amtsgericht nun, dass eine Verurteilung des Angeklagten nicht im öffentlichen Interesse liege. Deshalb wurde das Verfahren unter der Auflage, den ersten Teilbetrag von 3000 Euro bis August an das mutmaßliche Opfer zu zahlen, vorläufig eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 24-Jährigen vorgeworfen, im März 2013 in einer Papenburger Diskothek einen heute 19-jährigen Mann nach einer Auseinandersetzung mit einem Glas am Kopf getroffen und verletzt zu haben. Das mutmaßliche Opfer, das in dem Verfahren als Nebenkläger auftrat, hatte der Anklage zufolge drei jeweils drei Zentimeter große Platzwunden an der Stirn davongetragen, die noch in derselben Nacht im Krankenhaus genäht werden mussten.

Der 19-Jährige hatte nach eigener Aussage nach einer Geburtstagsfeier gemeinsam mit drei Freunden die Diskothek besucht. An einer Bar sei es zu einer kurzen Auseinandersetzung mit dem Angeklagten gekommen, weil er diesen in der Menge versehentlich geschubst habe. Danach habe er mit den Freunden den Bereich wieder verlassen, um zur Tanzfläche zu gehen. Dort sei der Angeklagte nach einiger Zeit unerwartet auf ihn zugekommen und habe ihn mit einem Glas an der Stirn getroffen, sodass mehrere Platzwunden mit bleibenden Narben entstanden seien.

Nach Aussage des Angeklagten habe sich vor allem die erste Auseinandersetzung anders gestaltet. Der 19-Jährige sei ihm gegenüber aggressiv gewesen und habe ihn auf den Boden gedrückt. Außerdem habe er sich beim Vorbeigehen in Angriffshaltung vor ihm aufgebaut, sodass er sich bedroht gefühlt habe. Beide Kontrahenten waren zum Zeitpunkt des Vorfalls alkoholisiert.