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Geld für Hümmlingbahn ist da Bund und Land haben Millionen-Zuschuss angekündigt

Von Stefan Prinz | 18.07.2014, 21:26 Uhr

Die Bahnstrecke zwischen Lathen und Sögel wird saniert. Rund drei Jahre, nachdem die marode Verbindung stillgelegt wurde, haben Bund, Land und Kreis das Geld für die Arbeiten an den Gleisen zusammen.

Fünf Millionen Euro soll die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Lathen und Sögel kosten. Der Bund hat jetzt die Hälfte der Sanierungskosten zugesagt, teilte die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann mit. „Nun liegt der Ball beim Land Niedersachsen“, so die Abgeordnete, denn: Der Bund zahlt die 2,5 Millionen Euro nur unter der Voraussetzung, dass auch das Land Niedersachsen 40 Prozent übernimmt und der Landkreis für die restlichen zehn Prozent aufkommt.

Eine Nachfrage unserer Zeitung im Wirtschaftsminister Hannover brachte in dieser Woche Klarheit: „Das Land beteiligt sich mit einer Förderung von zwei Millionen Euro€ in den nächsten zwei Jahren an den Instandhaltungskosten“, heißt es aus dem Ministerium.

Der entsprechende Bescheid sei in Vorbereitung. Insofern komme das Land seiner „Verantwortung“ vollumfänglich nach. Der Aufforderung von Frau Connemann, MdB, bedurfte es insoweit nicht“, so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.

In einem nächsten Schritt soll dann auch die Bahnstrecke zwischen Sögel und Werlte erneuert werden. Die dafür veranschlagten Kosten betragen mehr als vier Millionen Euro. Hierzu fehlen derzeit allerdings noch Finanzierungszusagen.

Der emsländische Kreistag hat sich bereits im Dezember mit großer Mehrheit für die Sanierung der gesperrten Bahnstrecke Lathen–Werlte ausgesprochen. Daran war allerdings eine Voraussetzung geknüpft: Um überhaupt vom Förderszenario profitieren zu können, mussten zwölf Monate vor Antragstellung auf der Schiene Güter bewegt worden sein. Da diese Trasse jedoch seit zwei Jahren gesperrt war, wurde sie kurzerhand für 150000 Euro provisorisch repariert, damit die drei erforderlichen Züge fahren können.

„Diese Investition des Emslandes hat sich gelohnt“, berichtet Gitta Connemann. Denn nun gibt es „grünes Licht aus Berlin für die Bahn auf dem Hümmling“. Eine Region stehe und falle mit ihrer Verkehrsinfrastruktur. Der Hümmling besitzt keine Bundesstraße, keinen Wasseranschluss. Die Aufgabe der Bahnstrecke hätte uns weiter geschwächt“, so Connemann, die sich im Verkehrsministerium in Berlin für die Bundesförderung starkgemacht hatte.

Bedenken am Ausbau der Bahnstrecke kommen von den Sozialdemokraten im Kreistag: Die „Wirtschaftlichkeit der Trasse ist nicht erkennbar“, so im Winter die SPD-Fraktionsvorsitzende Karin Stief-Kreihe. Es bestehe die Gefahr, dass hier zukünftig nur Geisterzüge unterwegs seien. UWG-Kreistagsmitglied Hermann-Josef Abeln hielt weitere Tonnagen für möglich, falls auf dem Hümmling tatsächlich einmal wieder Öl gefördert wird.