Ein Artikel der Redaktion

Fundament für Fachkräfte Oberschule aus Uplengen neu im MINT-Netzwerk

Von Katharina Preuth | 08.06.2018, 09:31 Uhr

Vier Schulen sind neu in das Exzellenz-Netzwerk „MINT-Schule Niedersachsen“ aufgenommen worden, darunter die Oberschule Uplengen aus dem Landkreis Leer. Die Feier fand auf der Papenburger Meyer Werft statt.

Um neben einer Urkunde und einer Plakette auch das Fördergeld von 2000 Euro zu erhalten, müssen sich die Schulen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwisschenschaften und Technik (MINT) auszeichnen. Außerdem, so betonte es Thomas Lambusch, Vorsitzender der Nordmetall-Stiftung, bei der Aufnahmefeier, müssen die Bewerber ein umfangreiches Auswahlverfahren durchlaufen.

Solide Basis und besondere Projekte

Eine Jury aus Vertretern des Kultusministeriums, der Landesschulbehörde und der Wirtschaft bescheinigte der ostfriesischen Schule zum einen solide Basisarbeit in den MINT-Fächern. Darüber hinaus würden sie besondere Projekte verfolgen, wie den 3D-Druck, Speedbootwettrennen oder die Restaurierung eines Porsche-Traktors. Auch hob die Jury eine besondere Einbeziehung des ländlichen Raumes hervor. Die regionale Vernetzung der Oberschule hätte Leuchtturm-Charakter.

Fundament für Fachkräfte

Außer der Schule aus Uplengen wurde die Oberschule am Buchwedel (Landkreis Harburg), die Realschule Calberlah (Landkreis Gifhorn) und die Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule (Landkreis Göttingen) in das Netzwerk aufgenommen. Damit wächst dieses auf 17 Schulen in Niedersachsen an.

Die MINT-Schulen würden mit ihren „praxisnahen und lebendigen Angeboten“ das „Fundament für gute Fachkräfte von morgen“ legen, so Lambusch. Auch das niedersächsische Kultusministerium ist sich der Wichtigkeit der MINT-Orientierung gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel bewusst, führte Melanie Walter, Leiterin der Abteilung „Berufliche Bildung“ im Ministerium, aus. Um Schüler für diese Fächer zu begeistern, seien vor allem die Lehrer gefragt. „Ich möchte die Rolle der Lehrkraft stärken“, so Walter.

Mehr Mädchen begeistern

Kritik übte Walter daran, dass immer noch zu wenig junge Mädchen von den MINT-Fächern begeistert seien. Auch hier könne ein weiblicher Lehrer als Vorbild dienen, so die Ministeriumsmitarbeiterin.

Tim Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft, lobte das Netzwerk und die Förderung der MINT-Fächer und freut sich auf neue talentierte Facharbeiter in seinem Betrieb.

Nach einem Lob auf die Digitalisierung schloss Paul Bloem, Mitglied der Werft-Geschäftsführung, mit der Erklärung ab, dass es dennoch der Mensch sei, der die kreativen Ideen habe und mit den Kunden in Kontakt stehe und dass sie gut ausgebildete Mitarbeiter auch weiterhin benötigen. „Wir verkaufen keine Schiffe, weil wir Computer zu den Menschen schicken“, so Bloem.