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Fans sind begeistert Kultband BAP rockt auf der Gartenschau in Papenburg

17.08.2014, 12:41 Uhr

Ob dieses Konzert genauso unvergessen bleibt? „Wir waren schon einmal in Papenburg“, eröffnete BAPs Frontmann Wolfgang Niedecken den Auftritt auf der Bühne der Landesgartenschau vor rund 1200 Gästen. „Damals bei der Meyer Werft hat es nur geregnet, außer bei unserem Auftritt“. Zwölf Jahre später zeigte der Musiker erneut, dass er das Papenburger Wetter beherrscht.

Von grauen Wolken wurde der Regen zwar angekündigt, blieb aber aus. Bis in den Samstagabend hinein musste Landesgartenschau-Sprecherin Imma Schmidt bange in den Himmel schauen. Erleichtert war sie aber nicht nur wegen des ausgebliebenen Regens. „Es ist hier eine zauberhafte Stimmung.“ Mit den 1200 Zuhörern ist Schmidt ebenfalls zufrieden. Im Vergleich zum ersten Konzert mit Nik P. habe sich die Anzahl der Besucher verdoppelt und dabei sei BAP wegen des kölschen Dialektes auch etwas speziell.

Zwischen den einzelnen Liedern plauderte Niedecken mit dem Publikum. Er wusste, noch das sein erster Auftritt in der Kanalstadt vor der imposanten Kulisse eines Kreuzfahrtschiffes stattfand und das sie gemeinsam mit Laith Al-Deen und Joe Cocker spielten. Aber das ist schon „Verdamp lang her“ leitete der Musiker auf seine Musik über. Der Auftritt war während des ersten NDR-Festivals vor der „Brilliance of the Seas“ im September 2002.

Gute Chancen in Niedeckens Erinnerung zu bleiben hat der Auftritt auf der Landesgartenschau aber schon jetzt. Auf seinem mobilen „Altar“ will Niedecken neben den Emblemen der Bands Rolling Stones, U2, The Who, des Fußballvereins FC Köln und unzähligen weiteren Erinnerungsstücken auch einen Anstecker der Landesgartenschau anbringen. Der Altar, vor dem BAP vor jedem Auftritt einen Grappa trinkt, war ursprünglich gedacht um den „heiligen drei Königen“ der Rockmusik (Keith Richards, Ron Wood und Bob Dylan) zu huldigen.

Unvergessen bleibt das Konzert auch Heino Kaschwig aus Hüven. „Das war eine ganz neue Erfahrung. Ich habe BAP neu kennengelernt“. Im Vergleich zu den Konzerten die Kaschwig in den 80ern besucht hatte, wäre BAP ruhiger geworden. „Damals waren das richtig Rockkonzerte“. Gefallen hat es ihm dennoch – vor allem durfte er gemeinsam mit seiner Frau Ute sowie mit Paul und Elisabeth van Lengerich aus Emsbüren als Gewinner eines Preisausschreibens unserer Zeitung Niedecken vor dem Konzert treffen.

„Er war ganz locker“, sagt Kaschwig. Hinter der Bühne sprachen die Vier mit ihrem Star über die Rolling Stones, den Altar und die Konkurrenz zwischen Niedeckens FC Köln und Kaschwigs Borussia Mönchengladbach. „Man ist Fan und man bleibt Fan“.

Gefallen hat der Auftritt auch Berthold Suhl aus Werlte. „Geiles Konzert, super Stimmung. Das war unsere Jugendzeit“. Imponiert hätten ihm die ehrlichen Aussagen des Musikers aus seinem Leben, die er immer wieder zwischen Liedern wie „Zosamme Alt“ und „Verdamp lang her“ erzählte.

 Seit 40 Jahren auf der Bühne mit BAP: Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Wolfgang Niedecken über seine nächsten Projekte.