Ein Artikel der Redaktion

EZ-Adventskalender 2015 Schmuckstücke aus reinster Handarbeit in Papenburg

Von Jennifer Gansefort | 23.12.2015, 12:39 Uhr

Er hat seinen Arbeitsplatz mitten in seinem Laden in Papenburg – Goldschmied Steffen Kühnert. Für den EZ-Adventskalender durfte ihm unsere Redaktion bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Genau wie bei einem „richtigen“ Schmied, arbeitet Kühnert, der seit rund 25 Jahren den Beruf ausübt, in seiner offenen Werkstatt. Sie steht mitten in seinem Laden – mit einem Amboss, Hammer, Zangen, zahlreichen Feilen und einem Brenner zum Schmelzen von Metall.

Eher mit Geschick als mit Muskelkraft

Der einzige Unterschied ist dabei die Größe. Ein Goldschmied arbeitet nach seinen Angaben filigraner und eher mit Geschick als mit Muskelkraft. Dabei habe der Amboss etwa die Größe einer Faust.

Auch das Material ist Kühnert zufolge edler als bei einen richtigen Schmied. Zu seinen verwendeten Materialien gehören Gold, Silber und Platin.

Von der Pieke auf gelernt

Meistens läuft sein Tagesgeschäft so ab: Ein Kunde kommt in seinen Laden und hat eine Vorstellung von dem Schmuckstück, das Kühnert anfertigen soll. Zuerst macht der Schmied eine Zeichnung und stellt ein Modell des Stücks her, damit sich der Kunde vorstellen kann, wie es fertig aussehen würde. Danach geht es dann an die Produktion.

„Von der Pieke auf mache ich alles selber“, sagt Kühnert. „Es fängt mit dem Schmelzen des Rohmaterials an bis hin zum Walzen, Hämmern und Sägen.“ So ein Schmuckstück sei am Ende reine Handarbeit.

Wegen der Liebe nach Papenburg

Seit März betreibt der Schmied, der aus Berlin kommt und dort schon einige Goldschmiedeläden geführt hatte, sein Geschäft in Papenburg. „Ich bin meiner Liebe nach Papenburg gefolgt und fühle mich hier richtig wohl“, verrät Kühnert. Der Traditionsberuf und die Leidenschaft dafür sei ihm eigentlich schon in die Wiege gelegt worden, denn auch sein Vater ist Goldschmied und hatte einen Laden in Berlin.