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Ergänzung zum Kurs vor Ort Papenburger VHS bietet Lernen via Webcam an

Von Dirk Hellmers | 26.06.2016, 18:37 Uhr

Im Verbund will die Volkshochschule (VHS) Papenburg das sogenannte eLearning, also das Lernen via Internet vorantreiben. Dozenten können dann über Leinwand und Webcam zu den Teilnehmern sprechen und Unterlagen über das Internet zur Verfügung stellen.

„Das wird noch eher vereinzelnt genutzt“, erklärte Papenburgs Geschäftsführerin Natascha Hartleif das Projekt eL4. Die Abkürzung steht für „eLearning“ und „LebensLangesLernen“. Die Technologie wurde für zweieinhalb Jahre vom Bund und Land für die VHS im Ammerland, Lingen, Norden, Osnabrück und in der Fehnstadt sowie der hochschulübergreifenden Einrichtung Elan gefördert.

Nun hat sich der Verbund dazu entschlossen, das Projekt mit eigenen Mittel fortzusetzen. Und das wurde nun gemeinsam bekanntgegeben. Dazu wählten die Kooperationspartner passenderweise eine Pressekonferenz, die zeitgleich an allen Standorten stattfand und per Video alle Beteiligten miteinander verband. Dabei erlaubt ein Moderator per Klick, wer jeweils reden darf. Zusehen sind alle Teilnehmer per Splitscreen. Auch Unterrichtsmaterialien können eingeblendet werden. „Wie viel auf diesem Weg gemacht wird, bestimmt jeder Dozent selbst“, sagte Hartleif.

Axel Bullwinkel aus Norden erklärte, dass so auch Kurse eine Chance hätten, die an einem Standort alleine nicht genügend Teilnehmer hätten. Aus Osnabrück betonte Carl-Heinrich Bösling, dass mit dieser Technologie besonders Teilnehmer auf dem zweiten Bildungsweg profitieren würden. Sie könnten sich die Zeit so flexibler einteilen.

Zurück nach Papenburg: Dort betonte Projektleiterin Birte Jaacks, dass die Technologien vor allem zunächst als Ergänzung zu den Terminen vor Ort genutzt werden sollen. Sie selbst hätte im Tourismussektor einen Kurs mit zwei Treffen gemacht und dazwischen eine Selbstlernphase am heimischen Rechner.

Um das Angebot auszubauen, müssten nicht nur technische Hürden genommen werden. „Das Urheberrecht ist kompliziert“, so VHS-Leiterin Hartleif, da die Unterlagen durch das Internet zum Beispiel in den Foren der Plattform verbreitet würden. Ziel des Zusammenschlusses sei es hier Regelungen zu finden. Außerdem könnten so die Erfahrungen gebündelt werden. Wegfallen sollen die Kurse vor Ort aber auf keinen Fall.