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David Seidel seit 2007 in Papenburg Ein Bayer in der emsländischen Tiefebene

Von Mirco Moormann | 18.12.2015, 15:23 Uhr

Er ist, wie er sagt, „über Umwege nach Papenburg gekommen“, meint David Seidel. Der 32-Jährige, der gebürtig aus Augsburg stammt, lebt seit 2007 im Emsland und ist als Sport- und Fitnesskaufmann und Personal Trainer tätig.

Ostfriesland habe er gekannt, bevor es ihn vor acht Jahren in den Norden verschlug. „Wegen den Otto-Filmen“, meint David Seidel. Papenburg hingegen sei ihm völlig unbekannt gewesen, so der Bayer. Mittlerweile ist er aber hier heimisch geworden. „Und glücklich“, wie er sagt. „Besser hätte es nicht laufen können“, fügt der 32-Jährige noch hinzu.

Gleich nach der Ankunft im Emsland habe er einen Job in einem Fitness-Studio gefunden. Der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann hat seine Ausbildung noch in der Heimat, in Augsburg und Erlangen, absolviert. „Ich war einer der ersten, der diesen Ausbildungsberuf erlernt hat“, so Seidel. Im Jahr 2001 begann die Ausbildung, 2004 war er fertig. Kurz nach seiner Zeit in der Bundeswehr verschlug es ihn in den Norden.

Viele tolle Menschen in Papenburg kennengelernt

Es sei über Umwege gewesen, sagt er und geht nicht weiter auf seinen Umzug nach Papenburg ein. Ein Gedanke habe ihm dabei sicherlich geholfen, meint Seidel: „Egal, wo du bist und wo du landest, wenn du offen bist, lernst du immer viele tolle Menschen kennen.“ Und das sei ihm in Papenburg passiert.

„Man sollte einfach leben und machen“, meint Seidel, dem seine Fitness und Gesundheit sehr wichtig ist. So sei er nicht nur derjenige, der die Menschen beim Training zu mehr Leistung ansporne und „hier und da auch mal trieze“. Auch er selbst verlangt sich und seinem Körper einiges ab. In seiner Freizeit betreibt er den Ausdauersport Triathlon. Gemeinsam mit einem sehr guten Freund und Kollegen hat er schon an mehreren Wettkämpfen teilgenommen – sei es im österreichischen Linz oder an der Talsperre in Thüle bei Cloppenburg.

Teilnahme am „Iron Man“ ist ein Ziel

Bei einem Triathlon in olympischer Distanz müssen eineinhalb Kilometer geschwommen, 40 Kilometer Rad gefahren und zehn Kilometer gelaufen werden. Doch auch hier gibt es noch Ziele für den 32-Jährigen. Der „Iron Man“ sei eines dieser Ziele, doch vorher stehe erst einmal die halbe Distanz an. Das sind immerhin 1,9 Kilometer Schwimmen, 21 Kilometer Laufen und 90 Kilometer Radfahren.

In der Vorbereitung dafür müsse auch er „den inneren Schweinehund überwinden“, sagt Seidel. Denn dafür müsse er morgens früh hoch und trainieren – und danach folge noch ein ganzer Arbeitstag. Zudem macht er sich gerade als Personal Trainer unter dem Slogan „Zeitaufzustehen“ selbstständig.

Diziplin führt zum Erfolg

Diese Disziplin, die es an den Tag zu legen gilt, sei nicht einfach, weiß Seidel. Das merke er täglich bei der Arbeit im Fitness-Studio. Die Menschen, mit denen er trainiere, müssten ebenso diese Disziplin aufweisen. „Streicheln bringt keinen Erfolg“, meint der gebürtige Augsburger, der den Menschen ein neues Bewusstsein und mehr Eigenverantwortung für den Körper vermitteln will.

Beim Training kämen einige schon mal an ihre Grenzen. Da werde er auch beschimpft, meint Seidel. Doch er weiß, dass dies in dem Moment nicht so gemeint und nach dem Training wieder alles gut ist. Und wenn es dann doch mal jemand zu ernst meint mit dem Schimpfen, dann kommt wieder der Bayer in ihm durch, wenn er sagt: „Des ist mir dann wurscht, des basst scho wenn se Erfolg ham.“