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Erste Maßnahmen umgesetzt Das tut die Feuerwehr Papenburg-Obenende gegen "Feuerkrebs"

Von pm | 03.03.2020, 12:31 Uhr

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Papenburg-Obenende ließ Ortsbrandmeister Thorsten Bröring nun das vergangene Einsatzjahr Revue passieren. Auch das heiß diskutierte Thema "Feuerkrebs" kam zur Sprache.

In der Summe, so Bröring, riefen die Funkmeldeempfänger 61 Mal zum Einsatz. Die lange Trockenperiode im Sommer 2019 sorgte außerdem für Einsätze bei Flächen- oder Waldbränden. So beim Moorbrand in der Esterweger Dose, zu dem zwei Fahrzeuge der Obenender ausrückten. Der Fachzug Wasserrettung wurde sechs Mal alarmiert.

Die Ortsfeuerwehr Obenende zählt derzeit 56 aktive Mitglieder, darunter fünf Frauen. Der Altersdurchschnitt aller Aktiven liegt bei 37,2 Jahren. Insgesamt wurden 5980 Einsatzstunden und 1536 Ausbildungs- und Übungsstunden geleistet. Pascal Hermes, Steffen Cornelius, Nicklas Fehrmann, Nathalie Fehrmann, David Sonntag und Steffen Kleinhaus wurden im Rahmen der Versammlung zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau ernannt.

Wie hoch ist das Gesundheitsrisiko?

Zudem nahmen die Verantwortlichen zur sogenannten Feuerkrebs-Debatte Stellung. Der Begriff "Feuerkrebs" bezeichnet eine Lungenerkrankung, die in Zusammenhang mit Feuerwehrtätigkeit gebracht wird. Das mögliche Gesundheitsrisiko ist aktuell ein großes Thema in allen Feuerwehren und führte auch am Obenende zu ersten Gegenmaßnahmen. Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff lobte in diesem Zuge deren schnelle Umsetzung.

Dazu zählt unter anderem die Installation einer neuen Abgasanlage für das Gerätehaus sowie die Anschaffung von Trainingsanzügen, die nach den Einsätzen noch vor Ort angezogen werden sollen. So können sich einerseits die Wehrleute der mit Rauchgas verschmutzten Kleidung rasch entledigen und andererseits die Anzüge schnell gereinigt werden.