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Umzug nach langer Bauphase Das bietet das neue Easyfitness-Studio in Papenburg

Von Daniel Gonzalez-Tepper | 28.02.2020, 17:10 Uhr

Was lange währt, wird ab Samstag gut: Nach rund sieben Monaten Bauzeit eröffnet in Papenburg an der Ecke Am Stadtpark / Friederikenstraße in Papenburg das neue Easyfitness-Studio. Unsere Redaktion durfte sich vorab in dem rund 1500 Quadratmeter großen Studio umsehen.

Ursprünglich hatten die Betreiber des Studios, Jürgen und Yvonne Hofsess, gehofft, dass bereits vor Weihnachten die Mitglieder Sport mit Blick auf die B70-Kreuzung treiben können. Doch zunächst hakte es mit der endgültigen Baugenehmigung, bei den weiteren Planungen gab es Probleme mit der Leitung der Studiokette in Hannover, die 130 Clubs in ganz Europa betreibt. "Wir wollten weg vom Discount-Image und mehr Qualität in allen Bereichen für die Mitglieder", erklärt Jürgen Hofsess, die dafür auch höhere Preise für die Mitglieder in Kauf nehmen wollten und werden.

Die unterschiedlichen Meinungen in der strategischen Ausrichtung gipfelten in der Entscheidung, nicht wie geplant zwei Studios zu betreiben, sondern nur eins. Das etwa 1000 Quadratmeter große Studio der Karl-Hillers-Straße, welches das Papenburger Eheleute vor gut zehn Jahren eröffnet haben, wird also geschlossen. Die Hofsess konzentrieren sich demnach voll auf das neue Studio oberhalb der "Action"-Filiale im Gebäude Am Stadtpark 8.

Luftbild von Papenburg an der Wand

Auf der etwa 1500 Quadratmeter große Fläche hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Die Wände und Decken wurden dunkelgrau gestaltet, ein Vinylboden in Holzoptik sorgt für wohnliche Atmosphäre, große Bildmotive an den Wänden zeigen trainierende Sportler. Für ein Luftbild von Papenburg haben die Hofsess sogar eine Drohne aufsteigen lassen. Eine große Lichtkuppel sorgt für Tageslicht, an den Fenstern zur Straße Am Stadtpark hin stehen graue Polstersessel zum Verweilen.

Große runde LED-Lampen an der Decke sorgen für Licht in verschiedenen Farben. An der Getränkebar gibt es mehrere Kaffeesorten, Mineralgetränke in verschiedenen Geschmackssorten und einen Automaten mit Snacks, in dem zum beispiel Eiweißriegel erhältlich sind. Alles gesteuert über ein Funkarmband, das der Sportler am Eingang erhält.

Ein Sportgerät, das es den Hofsess zufolge bisher in keinem Studio in Papenburg gibt, ist zum Beispiel der "Stairmaster". Das Gerät, eine Art "Endlos-Treppe", stellten die Betreiber in dem Erker des Gebäudes, der sich zur großen B70-Kreuzung hin erstreckt und beim Training einen Blick auf das Gewusel der Großkreuzung ermöglicht.

Ebenfalls nicht überall zu finden sind die "Schlitten" von Hammer Strenght, die Sportler mit beliebig vielen Gewichten bestücken können und dann wie eine Schubkarre über eine Art "Laufstrecke" schieben können.

Auch eine "Power-Plate", das "Training auf der Vibrationsplatte" ermöglicht, hat nicht jedes Studio in der Region. Leiter des Studios ist Justin Peters

Umkleiden im zweiten Obergeschoss

Im zweiten Obergeschoss befinden sich acht Einzelumkleiden, vier Einzelduschen, Toiletten, eine Föhnstation, Kleiderspinde, ein Solarium und eine Warmwasser-Massageliege.

Auf eine Sauna haben die Betreiber bewusst verzichtet. "Unsere Sauna im alten Studio wurde einfach zu wenig genutzt, die Kosten wiederum sind immens", erklärt Jürgen Hofsess. Zwölf Trainer kümmern sich sieben Tage die Woche bis 22 Uhr um die Trainierenden.

Voraussichtlich im Sommer wird das Fitnessstudio noch einmal um 500 Quadratmeter wachsen. Im Frühjahr soll nämlich endlich die früherer Spielhalle geräumt sein, die bereits seit mehreren Jahren im 1. Obergeschoss nebenan geschlossen hat.

Etwa 600.000 bis 700.000 Euro haben die Eheleute Hofsess in die Einrichtung des Studios investieren, hinzu kommen Investitionen des Gebäudeeigentümers für Entkernung, Estrich, Wand- und Deckendurchbrüche. Mit dem Einzug des Fitnessstudios endet ein insgesamt sechs Jahre dauernder Leerstand, denn seit dem Auszug der Diskothek F3 im Januar 2014 stand die Fläche größtenteils leer. Ursprünglich gebaut wurde das Gebäude von 1990 bis 1992 für das Modehaus Neumann und Richter, das Mitte der 1990er Jahre schloss. Seitdem gab es diverse Mieter, zum Beispiel ein Möbelmarkt oder ein Sonnenstudio.