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Beeindruckt von Nachhaltigkeit Niederländische Botschafterin besucht Gartenschau

09.07.2014, 21:00 Uhr

Die niederländische Botschafterin in Deutschland, Monique van Daalen, zeigte sich am Mittwoch bei einem Rundgang über die Landesgartenschau in Papenburg begeistert von dem Gelände. Besonders die niederländischen Beiträge erfreuten sie. Die Botschafterin war einer Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann gefolgt.

Auf dem Staatsgebiet der Niederlande liegen nach betriebswirtschaftlichen Berechnungen rund 40 Prozent des Einzugsgebietes der Landesgartenschau. Allerdings, so Landesgartenschaugeschäftsführer Lars Johannson, erwarte man nicht, dass auch tatsächlich 40 Prozent der veranschlagten 500000 Gesamtbesucher aus den Niederlanden anreisen.

Die Schwierigkeit liegt laut Thorsten Klein, Projektleiter Niederlande der Landesgartenschau, darin, den Niederländern das für sie unbekannte Konzept einer Landesgartenschau zu erklären. Deshalb habe sein Team versucht, von den Marketing-Erfahrungen der Provinz Drenthe zu profitieren, die ihrerseits um deutsche Touristen werbe. Wie groß die Zahl der Gäste aus den Niederlanden bisher ist, könne er noch nicht sagen, so Klein. Momentan werde eine Umfrage unter den Besuchern durchgeführt, um verlässliche Zahlen über ihre Herkunft zu erhalten. Einen positiven politischen Werbeeffekt können sich die Verantwortlichen nun nach dem Besuch von van Daalen erhoffen.

Die Botschafterin zeigte besonders großes Interesse an den Themengärten der niederländischen Gärtner. Die Anlage der Gemeinde Oldambt lege den Fokus weniger auf aufwendige Pflanzen als auf die verschiedenen Berufsbilder der Gärtnerschule in Groningen, erklärte Klein, der selbst im deutschen Nachbarland geboren und aufgewachsen ist.

Überzeugendes Konzept

Van Daalen zeigte sich auch insgesamt erfreut vom Konzept der Landesgartenschau – das ungewöhnlich ist, wie Johannson schilderte. Die Innenstadtlage und die Nutzung bestehender Flächen sei untypisch für eine Landesgartenschau. In der Regel würden die Ausstellungen auf ungenutzten Flächen vor den Toren des Austragungsortes errichtet.

Besonders lobte die Botschafterin jedoch die Nachhaltigkeit der Ausstellung. Sie zeigte sich erfreut, dass sich die Stadt Papenburg für eine Nutzung des Geländes nach dem Ende der Veranstaltung einsetzt und möglichst viele Anlagen und Flächen erhalten will. So könnten die Papenburger die Gärten „noch für Jahre genießen“, so van Daalen. Dazu empfand die Botschafterin auch die Ausmaße des Gartenschaugeländes als stimmig: „Man hat nicht das Gefühl, dass man von einer Ecke in die andere rennen muss, um alles zu sehen.“