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Ausschuss lehnt UWG-Antrag ab Papenburg behält alle fünf Märkte

Von Robert Heinze | 21.02.2013, 17:53 Uhr

Mit großer Mehrheit hat der Papenburger Feuerwehr- und Präventionsausschuss für den Erhalt der derzeit fünf Marktveranstaltungen gestimmt. Die UWG hatte zuvor beantragt, die Zahl auf drei zu verringern.

Der Ausschuss hatte über dieses Thema zu beraten, weil nach Auffassung der UWG drei jährliche Märkte, pro Stadtteil also einer, ausreichten. Fünf Märkte seien zu viel für Papenburg, wie sich an einer geringen Resonanz des Michelmarktes etwa gezeigt habe. Ziel sei nach den Worten von Norbert Kramer (UWG) die Erhöhung der Attraktivität der verbleibenden Veranstaltungen.

Karl-Heinz Langenscheidt, Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Ostfriesland , hielt dagegen. Er machte darauf aufmerksam, dass die Schausteller, unter deren Federführung die Märkte laut Vereinbarung mit der Stadt veranstaltet werden, auf den Erhalt aller Märkte angewiesen seien. Laut Langenscheidt benötigen die Schausteller die Einnahmen aus allen fünf Veranstaltungen, um profitabel wirtschaften zu können. „Wir haben eine Mischkalkulation“, so Langenscheidt. Er glaube an eine Zukunft der Märkte, denn „Papenburg ist eine marktfreudige Stadt“.

Unterstützung fand Langenscheidt bei Heiner Hanneken (CDU). Die Stadt solle sich nicht anmaßen und mit einer Reduzierung entscheiden, wann und wo die Schausteller ihr Geld verdienen. Ins gleiche Horn stieß Volker Eissing (Bürgerforum). Die wirtschaftliche Entwicklung der Märkte sei Sache der Schausteller. Schließlich stimmte der Ausschuss gegen Kramers Antrag. Beschlusslage ist damit, dass Maimarkt, Julimarkt, Augustmarkt, Aschendorfer Kirmes und Michelmarkt beibehalten werden.

Auf der Tagesordnung stand auch die Verlegung der Aschendorfer Kirmes vom alten auf den neuen Marktplatz. Langenscheidt zufolge ist im Ortskern zu wenig Platz für große Fahrgeschäfte. Hanneken beantragte, zuvor den Aschendorfer Ortsrat in dieser Frage beraten zu lassen. Einhellig stimmt der Ausschuss dafür.

Gegen eine von der SPD beantragte Hundefreilauffläche sprach sich Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) aus. Es gebe weder Bedarf noch die städtische Pflicht dazu. Ludger Husmann (SPD) schlug die Verschiebung der Entscheidung vor. Den Bürgern soll so die Möglichkeit gegeben werden, der Stadt ihr Interesse an einer solchen Fläche anzuzeigen. Der Ausschuss stimmte zu.