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Ausleger des „Strauss“ aufgesetzt Meyer Werft saniert über 100 Jahre alten Kran

Von Christoph Assies | 31.07.2014, 20:00 Uhr

Das Gelände der Alten Werft in Papenburg hat ein Wahrzeichen zurück. Der historische Kran „Strauss“ hinter der Stadthalle ist saniert. Am Donnerstag wurde der Ausleger des mehr als 100 Jahren alten Bauwerkes wieder aufgesetzt. Die Kosten für die Sanierung hat die Meyer Werft übernommen.

Aus „alter Verbundenheit und aus ästhetischen Gründen“ habe man die Sanierung vorangetrieben, so Werftsprecher Peter Hackmann auf Nachfrage unserer Zeitung. Zu den Kosten der Arbeiten wollte er keine Angaben machen.

Im Herbst 2013 musste der Ausleger des Kranes aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Eine turnusgemäße Prüfung der Standsicherheit habe die Schwächen an dem Bauwerk ans Licht gebracht, erklärte Stefan Jansen vom Fachdienst Technische Infrastruktur der Stadt Papenburg.

Auf der Meyer Werft ist der Ausleger in den vergangenen Monaten mit einem Sandstrahler bearbeitet und neu lackiert worden. Zudem ist die Konstruktion laut Jansen an einigen Stellen verstärkt worden, da der Stahl sich nicht schweißen lasse.

Auf einem Ponton ist das 20 Meter lange und zehn Tonnen schwere Bauteil in dieser Woche zurück an seinen Standort gebracht worden. Mithilfe eines Autokranes wurde der Ausleger wieder auf den Stumpf gesetzt.

Der „Strauss“ ist mehr als 100 Jahre alt. Viele Schiffe wurden mit ihm gefertigt, darunter auch die berühmte „Graf Goetzen“ . Gebaut von einer Duisburger Maschinenbau-Firma, wurde der Kran zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem Gelände der alten Werft aufgestellt. Er hatte eine Tragfähigkeit von 40 Tonnen und einen Ausleger von acht Metern.

Zum Zustand von zwei weiteren kleinen Drehkränen im Jachthafen, die ebenfalls im Herbst 2013 abgebaut wurden, konnte die Stadt Papenburg auf Nachfrage keine Angaben machen. Im Frühjahr hatte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) angekündigt, er wolle für die Restaurierung des „Strauss“-Kranes Fördermittel einwerben.

Allein die Abbauarbeiten an den drei historischen Arbeitsmitteln der Meyer Werft haben bei der Stadtverwaltung Kosten in Höhe von rund 14000 Euro verursacht.