Bereich festgelegt Stadt beschließt Satzung für Aschendorfer Sanierungsgebiet

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Aschendorf. Um die Aufwertung des Aschendorfer Ortskerns voranzutreiben, hat der Papenburger Stadtrat nun die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets beschlossen.

Wie Stadtbaurat Jürgen Rautenberg in der vergangenen Ratssitzung mitteilte, seien in den vorbereitenden Untersuchungen im Zentrum Aschendorfs funktionale und strukturelle Defizite festgestellt worden. Die Beseitigung dieser Defizite sei aber nicht ohne die Anwendung eines besonderen Städtebaurechts und ohne Fördermittel nicht möglich.

Somit wurde nun ein Sanierungsgebiet festgelegt, in dem der Ortskern in den kommenden zehn Jahren entwickelt werden soll. Innerhalb des Gebietes, das im Wesentlichen den zentralen Ortskern umfasst, gibt es zwei Teilbereiche A und B, in denen Grunderwerb und der Abbruch von Gebäuden wie etwa dem gläsernen Turm der früheren Reederei Schepers geplant ist.

Seine Probleme mit der Abgrenzung des Teilbereichs B äußerte der SPD-Ratsherr Ralf Diedrichs. Er habe „Bauchschmerzen“, da der geplante Bereich zu groß sei und zu viele Gebäude umfasse. Es könne nicht sein, so Diedrichs, dass Privathaushalte für die geplanten Abrisse zahlen sollen. Diese Anwohner sollten nicht zur Kasse gebeten werden.

Ratsvorsitzender Friedhelm Führs (CDU) erwiderte, dass nicht beabsichtigt sei, dass Anwohner für den Abriss eines Gebäudes zahlen müssen. Diese Aussage sei „schlichtweg falsch“, so Führs. Für Anwohner in den Teilbereichen A und B gelte aber, dass Ausgleichsbeiträge für den sanierungsbedingten Mehrwert der Immobilien (durch das Entfernen alter und maroder Gebäude in der Umgebung etwa) gezahlt werden müssten. Diese dürften laut Führs aber „sehr moderat“ ausfallen. Im weiteren Sanierungsgebiet fielen keine Ausgleichszahlungen an.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es mehrere Workshops unter großer Beteiligung der Bürger in Aschendorf gegeben. Drei Schwerpunkte haben sich dabei herauskristallisiert. Thematisiert wurde die Folgenutzung oder auch der Abriss von Alt-Immobilien wie dem sogenannten Schepers-Turm und der früheren Hallen des Möbelhauses Thormann, die Verkehrsführung durch den Ortskern und die Schaffung höherer Aufenthaltsqualität.

Mehrheitlich stimmte der Rat bei sechs Gegenstimmen der SPD und zwei Enthaltungen für die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Papenburg-Aschendorf-Zentrum“. Die Sanierung soll im vereinfachten und nur in den Teilbereichen A und B im umfassenden Verfahren durchgeführt werde. Die Dauer des Sanierungsverfahrens wurde vom Rat auf zehn Jahre festgelegt.


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