Ein Bild von Maike Plaggenborg
11.12.2017, 18:37 Uhr KOMMENTAR

Diabetes-Selbsthilfe Papenburg: In die Hand nehmen

Ein Kommentar von Maike Plaggenborg


Diabetes gilt schon lange als Volkskrankheit. In Selbsthilfegruppen können Betroffene sich Hilfe holen. Foto: Maike PlaggenborgDiabetes gilt schon lange als Volkskrankheit. In Selbsthilfegruppen können Betroffene sich Hilfe holen. Foto: Maike Plaggenborg

Papenburg. Der Verein Diabetes-Selbsthilfegruppe Emsland will nach dem Aufbau regelmäßiger Treffen in Meppen nun auch eines in Papenburg, später auch in Lingen einrichten. Damit können die Betroffenen ihre Krankheit besser handhaben lernen. Ein Kommentar.

Die Diagnose Diabetes ist schlimm, aber gut daran ist, dass sich viele der Auswirkungen durch einen geänderten Lebensstil verbessern lassen. Zumindest betrifft das den Typ-2-Diabetes, von dem die meisten Diabetiker betroffen sind. Regelmäßige Bewegung, eine angepasste Ernährung und ein normales Gewicht gelten als wichtige Therapiebausteine. Nachvollziehbar, dass das eine große Umgewöhnung bedeutet, wo doch das Gegenteil dieser drei Faktoren als wichtigste Ursache für die Erkrankung gilt.

Eine Selbsthilfegruppe ist bestens dafür geeignet, die Motivation aufzubringen, diese Dinge in die Hand zu nehmen. Ohnehin ist der Austausch über die Krankheit sinnvoll, weil Teilnehmer von den Erfahrungen anderer profitieren können. Der Umgang mit dem Diabetes wird routinierter und die Betroffenen selbstsicherer. Auch das Angebot gemeinsamer Fahrten sowie Vorträge von Experten für die Mitglieder sind gewinnbringend.

Hinzu kommt: Das Gefühl, dass man mit einem Schicksal nicht alleine dasteht, ist ohnehin in jeder Lebenslage hilfreich.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN