Demnächst auch in Lingen Diabetes-Selbsthilfegruppe in Papenburg geplant

Vereinsgründer und Betroffener Werner Schnieders will die Meppener Selbsthilfegruppe nun auch in Papenburg auf die Beine stellen. Foto: Maike PlaggenborgVereinsgründer und Betroffener Werner Schnieders will die Meppener Selbsthilfegruppe nun auch in Papenburg auf die Beine stellen. Foto: Maike Plaggenborg

Papenburg. Die Diabetes Selbsthilfegruppe Emsland-Mitte aus Meppen expandiert und will nun auch einen Standort in Papenburg einrichten. Losgehen soll es dort in der dritten Januarwoche 2018. Dritter Anlaufstelle im Emsland soll die Stadt Lingen werden.

Es sind die Rückmeldungen von Ärzten und Betroffenen gewesen, die Werner Schnieders angetrieben haben, nun auch eine Selbsthilfegruppe für Diabetiker in Papenburg anzusiedeln, wie er selbst erzählt. Wie auch in der bereits bestehenden Gruppe in Meppen, wo Schnieders den Verein im Februar 2017 zunächst auf die Beine stellte, soll es künftig auch in Papenburg um den Austausch bei Problemen mit der Krankheit – dem Diabetes Typ I und Typ II – gehen, aber auch um neue medizinische Informationen aus dem Bereich. Dann werde in Gruppe auch manchmal diskutiert, beispielsweise über eine neue Diabetes-App für das Smartphone.

Treffen an jedem ersten Donnerstag

Zurzeit treffen sich um die zehn feste Mitglieder an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr in Meppen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in der Lingener Straße 13. Zu jedem zweiten Treffen wird ein Experte eingeladen, so Schnieders – darunter Fachärzte wie Diabetologen, Augenärzte oder auch Berater. Im Anschluss an diese Besuche gebe es manchmal Diskussionen zu den Themen. Außerdem unternehme die Gruppe regelmäßig Fahrten, etwa zum Diabeteskrankenhaus nach Quakenbrück oder zum Weltdiabetestag nach Berlin. Und: „Es sind weitere Themen geplant“, sagt Schnieders.

Vereinsgründer ist seit rund 40 Jahren krank

„Die weite Fahrt ist ein Hindernis“, sagt Schnieders über die Treffen in Meppen mit Blick auf Betroffene im nördlichen Emsland. Deshalb hofft der Meppener, der selbst seit rund vier Jahrzehnten an der Stoffwechselkrankheit erkrankt ist, auf genügend Anmeldungen, damit die Treffen auch in Papenburg regelmäßig stattfinden können, „weil es in der Gruppe einfacher geht“, wie er sagt. Der Ort, an dem sich die Gruppe treffen könnte, sei noch nicht fix. Angedacht ist jeweils ein Raum in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) am Hauptkanal oder in der Birkenallee am Obenende – derzeit der wahrscheinlichere Ort, so Schnieders.

Der Verein habe derzeit knapp 40 Mitglieder. Wer beitritt, muss nichts bezahlen. Eine Krankenkasse kommt als Sponsor für Fahrt- oder auch Druckkosten auf. Mit der Ausweitung des Selbsthilfe-Angebots auch in Papenburg soll aber noch nicht Schluss sein. Um eine Selbsthilfemöglichkeit im gesamten Emsland bereitstellen zu können, will der Verein künftig auch in Lingen eine Anlaufstelle einrichten.

Die meisten Diabetiker haben den Diabetes Typ 2

In Deutschland leiden circa 7,2 Prozent der Erwachsenen im Alter von 18 bis 79 Jahren an Diabetes mellitus“, heißt es auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. Circa 90 bis 95 Prozent davon sind an Typ-2-Diabetes erkrankt, der früher auch als „Altersdiabetes“ bezeichnet worden sei. In den vergangenen Jahren erkranken zunehmend junge Erwachsene und Jugendliche an diesem Diabetes-Typ, für den eine erbliche Veranlagung sowie Übergewicht und Bewegungsmangel als wichtigste Verursacher gehören.

Die Diabetes-Selbsthilfegruppe ist per E-Mail erreichbar unter info@diabetes-selbsthilfe-meppen.de. Anmeldungen für die neue Gruppe in Papenburg nimmt Werner Schnieder unter Telefon 0151.52315491 entgegen.


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