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Neubau in Papenburg für vier Millionen Euro NP-Supermarkt zieht 2019 vom Vosseberg ins Kapitänsviertel

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Papenburg. Die etwa 2200 Bewohner des Kapitänsviertels in Papenburg können sich auf einen neuen Supermarkt freuen: Der NP-Markt zieht voraussichtlich im Frühjahr 2019 von der Straße Am Vosseberg in einen Neubau an der Ecke Mittelkanal / Kapitän-Venema-Straße.

Die Pläne, die jetzt in der Mitgliederversammlung des Förderverein Kapitänsviertel vorgestellt worden sind, sehen eine 1000 Quadratmeter große Verkaufsfläche, ein etwa 150 Quadratmeter großes Café mit Außenterrasse direkt am Wasser sowie 75 Parkplätze vor. Hinzu kommen drei kleinere Ladenlokale. „Der Mietvertrag mit Edeka, zu der NP gehört, konnte jetzt unterzeichnet werden“, berichtet Architekt Holger Brake. Das Planungsbüro Brake, das seit einigen Wochen am Mittelkanal links 24 am Rande des Kapitänsviertel ansässig ist, hat in den vergangenen Wochen die Pläne für den Investor Hoppmann Bau in Wiefelstede vorangetrieben. Das Unternehmen investiert Brake zufolge rund vier Millionen Euro.

Friseurkette hat Mietvertrag unterzeichnet

Ebenfalls unterschrieben ist ein Mietvertrag mit der Friseurkette Trend Hair aus Leer. In die zwei weiteren Ladenlokale sollen eine Apotheke und ein Blumenladen einziehen, dafür sind die Mietverträge aber noch nicht unterzeichnet. Der eigentliche Markt wird sich in den hinteren Bereich vom Mittelkanal aus gesehen zurückziehen, nach vorne sind die Parkplätze und das Café angeordnet. Optisch soll der Neubau möglichst ansprechend gestaltet werden, mit Glas und Backsteinen und ohne graue Metallplatten. Detaillierte Ansichten der Fassade konnte Brake aber noch nicht präsentieren.

(Weiterlesen: Supermarkt für das Papenburger Kapitänsviertel im Gespräch)

Das Projekt Supermarkt belegt rund 7000 der etwa 11.000 Quadratmeter großen Freifläche. Auf dem restlichen Areal sind Wohnbebauung (Ein- und Mehrfamilienhäuser) sowie möglicherweise ein Spiel- und Bolzplatz denkbar, berichtete Stadtbaurat Jürgen Rautenberg, der ebenfalls auf der Versammlung zugegen war. Denkbar ist dieser Spielplatz aber auch an der Margarete-Meinders-Straße am „Containerplatz“, so Fördervereins-Vorsitzender Lukas Kampeling. Der Bolzplatz wird seine jetzigen Größe und Lage jedenfalls nicht behalten.

Sorge um Verkehrsfluss an Kreuzung Mittelkanal

Attraktiv erscheint, so waren sich die etwa 20 Besucher der Versammlung einig, die Lage des Cafés direkt am Wasser, das sich zu einem Kommunikations-Treffpunkt für das gesamte Viertel entwickeln soll. Der Betreiber des Cafés steht dem Architekt zufolge noch nicht fest und wird von Edeka ausgewählt.

Kritische Anmerkungen gab es zu der Verkehrsanbindung des Marktes über eine noch zu bauende Brücke auf die Kapitän-Venema-Straße etwa in Höhe des heutigen kleinen Sperrwerks. Bewohner Thomas Abbes prognostizierte der Kreuzung Mittelkanal / Kapitän-Venema-Straße „ein Verkehrschaos“, schon heute gebe es Rückstaus ins Viertel hinein. Abbes und auch andere forderten eine Ampelkreuzung, Kampeling brachte einen „Ovalkreisel“ mit Anbindung des Hümmlinger Weges ins Spiel. Laut Rautenberg soll in den nächsten Wochen ein Verkehrsexperte die Situation bewerten und Vorschläge unterbreiten.

(Weiterlesen: Papenburger Kapitänsviertel soll einen Supermarkt bekommen)

Die Detailplanung und Genehmigung wird sich aber noch mindestens bis Herbst 2018 hinziehen, meinten Rautenberg und Brake. Der Architekt rechnet mit einer Bauzeit von etwa sechs Monaten, so dass im Idealfall der Markt im Frühjahr 2019 eröffnet werden wird. Dann würde eine laut Kampeling fast zehnjähriger Kampf für einen Nahversorger enden. „Wir sind sehr froh, dass endlich richtig Bewegung in die Sache kommt. Ich denke, wir sind uns einig: Das wird eine richtig super Sache“, sagte der Vereinsvorsitzende.

Zeitpunkt des Auszugs am Vosseberg noch offen

Die Pläne für einen Neubau eines NP-Supermarktes im Kapitänsviertel in Papenburg sind jetzt bei einer Bürgerversammlung vorgestellt worden. Grafik: Planungsbüro Brake

Wann der NP-Markt am Vosseberg schließen wird, steht derweil noch nicht fest. Dem Architekten Brake zufolge war Edeka die bisherige Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zu klein geworden, außerdem sei das Gebäude technisch in die Jahre gekommen. Was nach dem Auszug des Supermarktes mit dem Markt passieren wird, steht noch nicht fest. Dem Wunsch von Kampeling, in das Projekt ein Restaurant oder einen kleinen Saal für Geburtstage oder Vereinsaktivitäten zu integrieren, erteilte der Architekt aus Kostengründen eine Absage. Möglich erscheinen diese allerdings in den Räumen der Tagespflegeeinrichtung Homecare an der Kapitän-Hermanns-Straße. Das deutete Hausleiterin Annette Rensinghoff auf der Versammlung an.


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