Verwaltung prüft Möglichkeiten Papenburger bot der Stadt Hilfe bei Wohnmobilstellplätzen an

Als „perfekt“ bezeichnet der Papenburger Wenzel Sedlatschek den Parkplatz an der Bahnspange in Papenburg für Wohnmobil-Stellplätze. Foto: Christoph AssiesAls „perfekt“ bezeichnet der Papenburger Wenzel Sedlatschek den Parkplatz an der Bahnspange in Papenburg für Wohnmobil-Stellplätze. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Der Papenburger Wenzel Sedlatschek hat der Stadt bereits im Jahr 2000 Hilfestellung für die Realisierung eines Wohnmobilstellplatzes angeboten. Die Stadtverwaltung prüft gemeinsam mit der Papenburg Marketing GmbH (PMG) Möglichkeiten auf dem Campingplatz Poggenpoel.

Nachdem der Förderverein für Tourismus und Stadtmarketing mehr Wohnmobilstellplätze für Papenburg gefordert hat, meldete sich Sedlatschek bei unserer Redaktion und berichtete von ersten Gesprächen mit der Stadt im Jahr 2000. „Ich war damals bereit, einen Stellplatz zu betreiben“, so der 60-Jährige. Mittlerweile sei er kurz vor der Rente und wollte sich „das nun nicht mehr antun“.

Er ist selbst seit 25 Jahren begeisterter Camper und eine bessere Infrastruktur für Wohnmobilgäste sei ihm „eine Herzensangelegenheit“. Aus eigenem Antrieb hatte Sedlatschek Zahlen und Fakten für Investitions- und Betriebskosten eines Stellplatzes zusammengetragen. Die Zahlen stammen vom Deutschen Tourismusverband. Sedlatschek hat sie nach eigenen Angaben seinerzeit dem damaligen Wirtschaftsförderer Heinz Walker vorgestellt und übergeben. Auch Vorschläge für mögliche Stellplätze habe er der Verwaltung unterbreitet.

„Direkt nach der Landesgartenschau habe ich mich noch einmal bei Herrn Walker gemeldet und den Parkplatz an der Bahnspange vorgeschlagen. Der wäre von der Größe und vom Zustand und von der Lage eigentlich perfekt“, mein Sedlatschek. Lediglich die Infrastruktur mit Strom und Wasser müsse geschaffen werden. Gehört hat Sedlatschek seitdem aber nie wieder etwas von dem Thema aus dem Rathaus. Von Stadtsprecherin Karin Evering hieß es dazu auf Nachfrage, man habe Sedlatschek mitgeteilt, dass zunächst die Konzept-Erarbeitung abgeschlossen werden müsse. „Ich will die Stadt nicht kritisieren, aber man muss ganz ehrlich sein und zugeben, dass es für das Thema hier einfach keine Lobby gibt“, betont Sedlatschek im Gespräch mit unserer Redaktion. Dabei seien Wohnmobilreisende keine Gäste, die kein Geld hätten. „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man so etwa 80 bis 100 Euro am Tag im Ort ausgibt, wo man steht“, erklärt der Papenburger.

Papenburgs Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt sagte, die Stadt sei gemeinsam mit der PMG „seit längerer Zeit“ im Dialog, „wie das Angebot in diesem Bereich optimiert werden kann“. Die Nachfrage steige stetig. „Für die Aufwertung kommen dabei zum Beispiel Standorte wie der Marktplatz, die Bahnspange, der Volkspark oder auch der Campingplatz infrage“, so Wendt. Vor diesem Hintergrund prüfe man gemeinsam mit der PMG mögliche Synergien auf der Fläche des Campingplatzes Poggenpoel.

Wendt zufolge wird derzeit die „konzeptionelle Grundlage für die Entwicklung des Campingplatzes und des Angebotes für Wohnmobilisten von der PMG und der Stadt in enger Abstimmung erarbeitet.“ Erst dann könne auf dieser Basis einzelne Vorschläge, Kostenschätzungen und Pläne potenzieller Investoren erörtert werden. „Hierzu ist dann aber auch eine politische Beteiligung nötig“, so die Wirtschaftsförderin weiter.


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