Stadt erarbeitet Konzept für Campingplatz Verein für Tourismus fordert Wohnmobilstellplätze für Papenburg

Eine bessere Infrastruktur für Wohnmobilurlauber in Papenburg fordert der Verein für Tourismus und Stadtmarketing. Unser Foto zeigt die Fläche an der Meyer Werft vor der Ausdockung eines Kreuzfahrtschiffes. Archivfoto: Christoph AssiesEine bessere Infrastruktur für Wohnmobilurlauber in Papenburg fordert der Verein für Tourismus und Stadtmarketing. Unser Foto zeigt die Fläche an der Meyer Werft vor der Ausdockung eines Kreuzfahrtschiffes. Archivfoto: Christoph Assies

Papenburg. Verbesserungen für Wohnmobilisten in Papenburg fordert Hans-Günter Kaltwasser vom Vorstand des Vereins für Tourismus und Stadtmarketing. Die Papenburg Marketing GmbH (PMG) will gemeinsam mit der Stadt die Attraktivität des Campingplatzes am Poggenpoel steigern.

Im Gespräch mit unserer Redaktion betont Kaltwasser, man sei „dankbar für die Destination ,Meyer Werft‘“, müsse sich dabei aber auch anderen Zielgruppen, wie Gästen, die mit dem Wohnmobil nach Papenburg kommen, widmen. „Wir sehen jedes Mal, wenn ein Schiff am Ausrüstungskai liegt, wie viele Gäste mit dem Wohnmobil kommen. Die Nachfrage ist also da, die Infrastruktur aber nicht“, so Kaltwasser. Er betont, dass Wohnmobilisten keineswegs eine Gästeklientel sei, das unterschätzt werden sollte. „Ich gehe davon aus, dass diese Gäste am Tag mehr als 40 Euro in der Stadt lassen“, sagt Kaltwasser. Da passe aber nicht zusammen, dass Papenburg „keinen vernünftigen Wohnmobilstellplatz“ habe. Lediglich einen sehr lobenswerten Platz hinter dem Hotel Hilling am Obenende gebe es.

Zu möglichen Planungen für den Ausbau von Wohnmobilstellplätzen und die Infrastruktur für Wohnmobile auf dem Papenburger Marktplatz, der immer wieder von vielen Fahrzeugen angefahren wird, machte die Stadt Papenburg auf Nachfrage unserer Redaktion keine Angaben. Die zuständige Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt sei derzeit nicht im Haus, hieß es von Stadtsprecherin Karin Evering dazu.

Rückgang bei Übernachtungen von Camping- und Reisemobilgästen

Für Kai Nehe, Geschäftsführer der Papenburg Marketing GmbH, hat „Papenburg sicherlich eine tolle Infrastruktur, aber sie hat auch Lücken.“ Dazu gehöre auch das Thema Wohnmobilstellplatz und der Campingplatz am Poggenpoel, „mit dem wir in der jetzigen Form nicht anzutreten brauchen“, findet Nehe. Das unterstreicht aus seiner Sicht auch der Rückgang der Übernachtungen von Camping- und Reisemobilgästen in Papenburg von 74000 im Jahr 2012 auf 70000 im Jahr 2016. Die PMG hilft Nehe zufolge der Stadtverwaltung nach der Auflösung des Vertrages mit dem bisherigen Pächter im Vertrieb und im operativen Bereich. „Gemeinsam mit der Stadt sind wir an einer Weiterentwicklung des Campingplatzes interessiert und werden dabei auch eng zusammenarbeiten“, so der PMG-Geschäftsführer.

Die Stadtverwaltung findet im Gegensatz zu Nehe „den Campingplatz insgesamt attraktiv“. Für die Zukunft ist Stadtsprecherin Evering zufolge jedoch geplant, die Wege aufzuarbeiten. „Gemeinsam mit einem Berater wird derzeit ein neuer Plan für den Campingplatz erstellt. Ein Ergebnis wird in den kommenden Wochen vorliegen“, so Evering.

Campingplatz-Betrieb läuft reibungslos

Unterdessen sind nach der Anfang August von der Stadt ausgesprochenen Nutzungsuntersagung für das Dauercampen aus Brandschutzgründen auf dem Campingplatz alle An- und Überbauten größtenteils abgerissen worden. „Einige Dinge werden bis zum Jahresende erfolgen“, so Evering. Der Betrieb laufe nach der Übernahme des Platzes durch die zentrale Gebäudeverwaltung der Stadt reibungslos.

Als Aufsicht außerhalb der Öffnungszeiten im Einsatz ist der Stadt zufolge der Dauercamper Gerhard Schnieder, der mit seiner Frau seit Jahren fest auf dem Campingplatz lebt. „Die Stadt hat dem Ehepaar Schnieder für die Zeit von Oktober bis März die Ferienwohnung oberhalb der kleinen Kneipe zur Verfügung gestellt“, so Evering.


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