Bei Schwester von Meyer Werft Kiellegung auf Neptun Werft für „Spectrum of the Seas“


Papenburg/ Rostock-Warnemünde. Auf der Rostocker Neptun Werft, einem Schwesterunternehmen der Papenburger Meyer Werft, ist am Mittwoch die Kiellegung des Kreuzfahrtschiffes „Spectrum of the Seas“ gefeiert worden.

Das Kreuzfahrtschiff für die US-Reederei Royal Caribbean International wird zwar auf der Papenburger Werft gebaut, das Maschinenraummodul entsteht jedoch in Rostock-Warnemünde. Neben Neptun-Chef Raimon Strunck nahmen einer Unternehmensmitteilung zufolge Vertreter der Papenburger Meyer Werft und der Reederei an der Feierstunde teil, bei der ein Glückscent unter dem ersten von später 74 Blöcken abgelegt wurde.

Der Produktionsbeginn für die „Spectrum of the Seas“, die 4200 Passagieren Platz bieten soll, fand bereits im August mit dem Stahlschnitt in Papenburg statt. Das Kreuzfahrtschiff, das eine Weiterentwicklung der in den Jahren 2014, 2015 und 2016 abgelieferten Schwesterschiffe „Quantum of the Seas“, „Anthem of the Seas“ und „Ovation of the Seas“ ist, wird im Frühjahr 2019 abgeliefert und zählt dann zu den fünf größten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Im Herbst 2020 folgt noch ein weiteres, bisher namenloses Schiff, der neuen Quantum-Ultra-Klasse.

Seit dem Jahr 1997 gehört die Neptun Werft zur Meyer-Gruppe. Im Laufe der Zeit sind von den Schiffbauern in Mecklenburg-Vorpommern 68 Flussschiffe für unterschiedliche Kunden gebaut worden. Aktuell unterstützt die Neptun Werft die übrigen Meyer Werften in Papenburg und im finnischen Turku durch den Bau von Schwimmteilen mit einer Länge von bis zu 140 Metern und einer Breite von 42 Metern.

Die Elemente enthalten die Maschinenräume für die Kreuzfahrtschiffe, die in Papenburg und Turku entstehen. Es sind hochkomplexe Kraftwerke, die Energie für den Antrieb der Schiffe, aber auch für die komplette elektrische Versorgung des gesamten Hotelbereiches, der Küchen, der öffentlichen Räume und der Klimaanlage liefern. Für den Bau der Module errichtet die Neptun Werft aktuell eine neue Schiffbauhalle für rund 50 Millionen Euro. Sie soll im März 2018 fertig sein.


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