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17.10.2017, 17:56 Uhr KOMMENTAR

Zum Masterplan-Ems-Projekt: Neuer Polder eine gute Alternative

Kommentar von Mirco Moormann

Entlang der Ems zwischen Papenburg und Herbrum soll ein neuer, dauerhafter Polder für den Naturschutz angelegt werden. Foto: Christoph AssiesEntlang der Ems zwischen Papenburg und Herbrum soll ein neuer, dauerhafter Polder für den Naturschutz angelegt werden. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Seit mehreren Jahren steht der Tidepolder in Vellage auf der Masterplan-Agenda. Nun zieht der Lenkungskreis die Reißleine – und das ist gut so.

Schon bei den vorbereitenden Untersuchungen des Untergrunds in Vellage hatte es zu Beginn des vergangenen Jahres Probleme gegeben. Auch die Bohrungen im September 2016 klappten erst im dritten Anlauf. Nun liegt das Projekt, das bis zu zehn Millionen Euro hätte kosten können, auf Eis.

Die neue Alternative, die der Lenkungskreis Masterplan jetzt auf den Weg gebracht hat, setzt nicht nur örtlich an anderer Stelle an, sondern auch inhaltlich. Beim dauerhaften Polder in den Emsauen zwischen Papenburg und Herbrum steht der Naturschutz durch den neu zu schaffenden Lebensraum im Vordergrund, nicht die Verringerung der Schlickmenge im Emswasser.

Im geplanten Polder sollen Tieren wie Bart- und Beutelmeisen, dem Pirol und dem Fischotter eine neue Lebensgrundlage finden. Mit dem eingesparten Geld, das in Vellage nicht zum Einsatz kommt, kann nun ein Beitrag geleistet werden, um die natürlichen Lebensräume entlang der Ems, die durch menschliche Eingriffe verloren gegangen sind, wieder herzustellen.


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