Stadt bietet Bau seit März an Noch kein Kaufinteressent für Papenburger Bahnhofsgebäude

Von Christoph Assies

Verwaist ist das Papenburger Bahnhofsgebäude. Die Stadt bietet das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1856 seit März dieses Jahres zum Kauf an. Foto: Christoph AssiesVerwaist ist das Papenburger Bahnhofsgebäude. Die Stadt bietet das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1856 seit März dieses Jahres zum Kauf an. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Seit März dieses Jahres bietet die Stadt Papenburg das Bahnhofsgebäude zum Kauf an. Ein konkretes Angebot eines Interessenten liegt aber bisher nach Angaben der Stadtverwaltung nicht vor.

Wie Stadtbaurat Jürgen Rautenberg auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, hätten sich bisher drei Interessenten gemeldet. „Es ging bei den Anfragen in erster Linie um die Frage, wie eine sichere Einnahme- und Ertragssituation im Bahnhofsgebäude erreicht werden kann“, so Rautenberg. Dabei hätten als mögliche Nutzung die Anmietung durch öffentliche Einrichtungen oder Behörden oder die Unterbringung von Beschäftigten im Raum gestanden. „Für eine Anmietung durch Behörden oder öffentliche Einrichtungen besteht in Papenburg aktuell kein Bedarf, die Unterbringung von Beschäftigten ist durch die Ausschreibung nicht gedeckt“, so Rautenberg.

Von Interessenten erwartet die Stadt laut Ausschreibung, die auf der Internetseite der Verwaltung veröffentlicht ist, ein Nutzungskonzept für das Gebäude mit zeichnerischer Darstellung und Erläuterung, eine Eigenerklärung zur finanziellen Leistungsfähigkeit und ein Finanzierungskonzept.

Verschiedene Nutzungen möglich

Die Verantwortlichen aus dem Rathaus können sich für eine künftige Nutzung des 1856 errichteten zweigeschossigen Baus Gastronomie, Einzelhandel, Arbeitsplätze oder einen kulturellen Treffpunkt vorstellen. Den Kaufpreis hatte die Stadt von vornherein nicht vorgegeben, um die Angebote abzuwarten. Mögliche Investoren müssen laut Rautenberg in jedem Fall mit Sanierungskosten von etwa 1,3 Millionen Euro rechnen. Zu dem Ergebnis ist ein Gutachten gekommen.

Laut Ausschreibung wird ein Kaufvertrag eine Sanierungspflicht innerhalb von zwei Jahren ab dem Vertragsschluss enthalten.

Ursprünglicher Zeitplan nicht haltbar

Ursprünglich sah der Zeitplan vor, dass in diesem Herbst eine Entscheidung über die Vergabe des denkmalgeschützten Baus getroffen werden sollte. Bis zu drei Bewerbungen sollten nach der Sommerpause der Politik vorgestellt werden. Dazu ist es bisher nicht gekommen. Wann der Stadtrat über eine Weiternutzung des Bahnhofes beraten wird „lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau benennen“, so Rautenberg.


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