Gespräch in Papenburg Aufzüge am Bahnhof sollen bald problemlos funktionieren

Vertreter der Deutschen Bahn haben sich auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann ein Bild von der aktuellen Situation am Bahnhof Papenburg gemacht: (von links) Sozialausschuss-Vorsitzender Pascal Albers, Gitta Connemann, Cay Lienau, Jan Peter Bechtluft, Frank Jendick (DB Station & Service AG) und Thomas Ölker (Bereichsleiter DB Services). Foto: Büro Gitta ConnemannVertreter der Deutschen Bahn haben sich auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann ein Bild von der aktuellen Situation am Bahnhof Papenburg gemacht: (von links) Sozialausschuss-Vorsitzender Pascal Albers, Gitta Connemann, Cay Lienau, Jan Peter Bechtluft, Frank Jendick (DB Station & Service AG) und Thomas Ölker (Bereichsleiter DB Services). Foto: Büro Gitta Connemann

Papenburg. Die Probleme mit den Aufzügen am Papenburger Bahnhof sollen bald der Vergangenheit angehören. Bei einem Besuch in der Fehnstadt versprach die Deutsche Bahn Besserung.

„Wir haben einen klaren Auftrag. Die Fahrstühle werden zuverlässiger laufen als bisher,“ sagte Cay Lienau, Referent der Deutschen Bahn. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann hatte Vertreter der Stadt und der Bahn an einen Runden Tisch geladen, um gemeinsam eine Lösung der Aufzugproblematik zu finden.

„Wir haben als Bund gemeinsam mit dem Land viel in den Bahnhof investiert. Unser Ziel ist die Barrierefreiheit“, sagte Connemann. Dafür seien zwei Aufzüge installiert worden. „Aber der modernste Aufzug bringt nichts, wenn er nicht läuft.“ In Papenburg müssten dann Ältere, Eltern mit Kinderwagen oder Radfahrer die Treppen überwinden. Und das sei laut Connemann für manche nicht zu schaffen.

Wie die frischgewählte Abgeordnete weiter mitteilt, wurden die Fahrstühle erst im Februar 2016 in Betrieb genommen. Die Baukosten für die gesamten Baumaßnahmen beliefen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Die Aufzüge sorgten jedoch von Anfang an für Ärger. Normalerweise sollen sie eine Verfügbarkeit von mehr als 95 Prozent aufweisen. Dies war aber nicht der Fall. Deshalb hatte Connemann bereits einmal zu einem Brandgespräch nach Papenburg eingeladen. Daraufhin wurde Aufzug an Gleis 1 saniert. Dort werde die Quote von 95 Prozent sogar übertroffen. Inzwischen gibt es aber Probleme mit dem Aufzug an Gleis 2. „Die Ausfallquote ist ungewöhnlich hoch,“ bestätigte Lienau.

Ein neuer Dienstleister sei eingesetzt worden. Dieser habe an dem zweiten Aufzug eine erneute Fehleranalyse gestartet und Nachbesserungen angekündigt. Fehlerhafte Teile seien bereits bestellt. Zukünftig soll auch das Ersatzteilmanagement deutlich besser funktionieren.

Es wurde auch über die Reaktivierung des alten Übergangs mit einfacher Schranke für Notfälle gesprochen. Dieser sei nach der heutigen Rechtslage nicht mehr zulässig. Allerdings sagte Lienau Connemann und Bürgermeister Jan Peter Bechtluft zu, eine andere Alternative zu prüfen. So bestehe die Möglichkeit, bei Ausfall der Aufzüge, Züge im Bedarfsfall an dem sogenannten „Hausbahnsteig“ an Gleis 1 einfahren zu lassen. Dies sorge zwar für Verzögerungen von wenigen Minuten, helfe jedoch Fahrgästen, die auf die Fahrstühle angewiesen sind. Betroffene müssten sich bei den Zugbegleitern melden. Jedoch machte Lienau auch deutlich: „Es muss klar sein, dass nicht jeder Zug auf Gleis 1 einfahren kann“.

Bechtluft dankte Connemann und der Bahn für die guten Nachrichten: „Es ist gut zu wissen, dass die Bahn das Problem ernst nimmt. So wie bisher geht es nicht weiter.“ An einer Sitzung des Sozialausschusses soll demnächst ein Bahnmitarbeiter teilnehmen, um die Situation ausführlich zu erläutern. Auch Connemann zeigte sich zufrieden: „Der Bahnhof ist die Visitenkarte einer Stadt. So soll es zukünftig auch in Papenburg sein.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN