Nach sechseinhalb Jahren Geschäftsführer des Papenburger Krankenhauses geht

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Verlässt Papenburg: Matthias Bitter. Foto: Gerd SchadeVerlässt Papenburg: Matthias Bitter. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Das Marien-Hospital in Papenburg muss sich einen neuen Geschäftsführer suchen. Matthias Bitter wird das Haus zum 1. Juli 2018 verlassen.

„Ja, es ist richtig.“ Mit diesen Worten bestätigte Bitter am Montag entsprechende Informationen unserer Redaktion. Nach sechseinhalb Jahren als Geschäftsführer des Marien-Hospitals habe er sich für eine neue berufliche Aufgabe entschieden. „Zum 1. Juli 2018 werde ich die Geschäftsführung eines konfessionellen Krankenhausverbundes in meiner Heimatregion übernehmen“, erklärte Bitter, der 2011 aus Osnabrück ins nördliche Emsland gewechselt ist. Ein Nachfolger für seine Position in Papenburg werde gesucht.

Weiter voll im Einsatz

Wie Bitter weiter erläutert, habe ihm die Arbeit für das Hospital große Freude bereitet. „Ich habe die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stets geschätzt und gemeinsam konnten wir das Marien-Hospital in den vergangenen Jahren positiv entwickeln“, so der Noch-Geschäftsführer. Der Abschied werde ihm nicht leicht fallen, versichert Bitter. Um so mehr freue er sich, „mich auch in kommenden Monaten weiter voll für unser Krankenhaus einzusetzen“.

Bitter führt das Krankenhaus seit 2011. Seinerzeit war er auch Geschäftsführer des Katholischen Krankenhausverbandes der Diözese Osnabrück und hatte das Haus in Papenburg zunächst als Interimsgeschäftsführer übernommen. Seinerzeit steckte das Hospital in einer großen finanziellen Krise, nachdem bis 2011 Verluste von insgesamt rund 16 Millionen Euro aufgelaufen waren. Im Februar desselben Jahres trennte sich das Haus von seinem langjährigen Geschäftsführer Franz Josef Nienaber – inklusive Abfindung, obwohl das Hospital finanziell vor dem Kollaps stand.

Verbund als Rettungsanker

Als Rettungsanker entpuppte sich ein Klinik-Verbund mit dem St.-Bonifatius-Hospital in Lingen, dem außerdem das Hümmling-Hospital in Sögel und das Borromäus-Hospital in Leer angehören. Eine Debatte um die mögliche Schließung der Frühgeborenen-Intensivstation trieb im Januar 2012 mehr als 500 Demonstranten für den Erhalt der Station auf die Straße. Die Station blieb erhalten. In den folgenden Jahren konnten die Millionenverluste erheblich zurückgefahren werden.

Bitter verweist auf eine positive Entwicklung des Krankenhauses. Mit dem Aufbau eines geriatrischen, neurochirurgischen und gefäßchirurgischen Angebotes wurde das medizinische Leistungszentrum in den vergangenen Jahren erweitert.

Große Freude herrschte zuletzt im Februar, als die lang ersehnte Förderzusage des Landes Niedersachsen für den geplanten Umbau der Notaufnahme und die Kardiologie kam. Damit steht fest, dass wie vom Hospital beantragt 6,3 Millionen Euro in das Krankenhaus fließen werden. Mit dem Geld sollen die zentrale Notaufnahme umgebaut und das Herzkatheterlabor um einen zweiten Linksherzkathetermessplatz erweitert werden. Fünf Jahre zuvor hatte die Lingener St.-Bonifatius-Gesellschaft nach den Worten ihres Hauptgeschäftsführers Ansgar Veer eine neue Zielplanung für das Papenburger Krankenhaus entwickelt.


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