Politiker folgen Einladung Amnesty-Aktion in Papenburg stößt auf große Resonanz

Am AI-Stand auf dem Papenburger Wochenmarkt versammelten sich parteiübergreifend Politiker zu einer Solidaritätsaktion. Foto: AI PapenburgAm AI-Stand auf dem Papenburger Wochenmarkt versammelten sich parteiübergreifend Politiker zu einer Solidaritätsaktion. Foto: AI Papenburg 

Papenburg. Als einen Erfolg wertet die Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) eine Solidaritätsaktion auf dem Wochenmarkt.

Der Einladung der Gruppe seien alle hiesigen Direktkandidaten der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien sowie Vertreter fast aller Fraktionen des Stadtrates und Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) gefolgt. Anlass für die Aktion ist AI-Gruppensprecher Gerold Siemer zufolge die Inhaftierung zweier führender AI-Vertreter (Idil Eser und Taner Kilic) in der Türkei.

„In keinem anderen Land der Welt wurden in den 55 Jahren von Amnesty International hochrangige Vertreter von uns inhaftiert“, erklärt Siemer. Die Menschenrechtler hatten Bundestagskandidaten, EU- und Landtagsabgeordnete gebeten, einen Solidaritätsbrief für die Freilassung zu verfassen.

In kurzen Redebeiträgen informierte die Gruppe die Wochenmarktbesucher über die aktuelle Lage in der Türkei. Seit dem Putschversuch dort im vergangenen Jahr seien mehr als 100.000 Menschen ohne Prozess aus dem öffentlichen Dienst entlassen worden. Weitere 50.000 Menschen befänden sich in Haft, darunter mehr als 140 Journalisten. Siemer zufolge hat die parteiübergreifende Situation gezeigt, dass alle dasselbe Ziel verfolgten: die Einhaltung der Menschenrechte.