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15.09.2017, 19:22 Uhr KOMMENTAR

Juniorwahl an Papenburger Oberschule: Scheinbar notwendig

Von Maike Plaggenborg


Wählen üben bei der Juniorwahl: Das ist scheinbar notwendig und absolut richtig. Foto: Carsten van Bevern/ArchivWählen üben bei der Juniorwahl: Das ist scheinbar notwendig und absolut richtig. Foto: Carsten van Bevern/Archiv

Papenburg. An der Papenburger Michaelschule lernen Zehnklässler bei der Juniorwahl, wie das alles so funktioniert bei der Bundestagswahl. Das ist scheinbar notwendig und absolut richtig, wenn es hilft, die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Ein Kommentar.

Wie sieht eine Urne aus? Wie ein Stimmzettel? Welche Möglichkeiten habe ich und welche Auswirkungen hat mein Kreuz? Die Zehntklässler der Papenburger Michael-schule haben das bei der sogenannten Juniorwahl geprobt – einem Projekt, das bereits seit 1999 bundesweit existiert und das größte Schulprojekt in der politischen Bildung ist. So richtig wie es ist, so notwendig scheint es auch zu sein.

Alle Projekte, die sich der Motivation junger Leute, zu Wahlen zu gehen, widmen, haben ihre Berechtigung. Die Beteiligung an den turnusmäßig stattfindenden neuen Parlamentsaufstellungen kann niemals hoch genug sein, und deshalb müssen Schüler überzeugend an die Politik herangeführt werden.

Sicherlich hilfreich bei dem Projekt ist die Ernsthaftigkeit, mit der es ausgeführt wird. Wenn die Wahl vorüber und die Ergebnisse ausgewertet sind, ist das Thema noch nicht zu Ende, denn abschließend wird die Abstimmung noch analysiert. Alles passiert dort im kleinen Modell wie in der großen Politik.

Und das Ziel der Aktion steht damit fest: Demokratie sollte nicht nur eine Option sein, sondern praktizierte Wirklichkeit, und dafür braucht es Nachwuchs mit Haltung. Und die wird bei der Juniorwahl geschult.


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