Projekt an Michaelschule Papenburger Schüler wählen bei Juniorwahl den Bundestag

Von Jonas Brinker

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Ihre Stimme bei der Juniorwahl hat Miriam Schmidt aus Papenburg an der Michaelschule schon abgegeben. Foto: Jonas BrinkerIhre Stimme bei der Juniorwahl hat Miriam Schmidt aus Papenburg an der Michaelschule schon abgegeben. Foto: Jonas Brinker

jbri Papenburg. Die Schüler des zehnten Jahrgangs der Michaelschule Papenburg haben an der Juniorwahl teilgenommen. Bei dieser wählen die Oberschüler wie bei der echten Bundestagswahl die Kandidaten und Parteien.

Damit die 125 Schüler des zehnten Jahrgangs überhaupt wählen können, mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. „Wir haben Wahlbenachrichtigungen verteilt, Wahlzettel gedruckt und auch Wahlhelfer bestimmt. Sogar eine Original-Wahlurne haben wir uns von der Stadt Papenburg besorgt“, berichtet Lehrer Andree Schwennen, der das Projekt koordiniert. „Wir möchten so authentisch wie möglich die Wahl darstellen.“ Zur Wahl stehen sowohl die Kandidaten für den Wahlkreis Unterems als auch alle in Niedersachsen zu wählenden Parteien.

Als einzige Oberschule im nördlichen Emsland nimmt die Michaelschule an dem Projekt teil, das seit 1999 bundesweit für Europa-, Bundes- und Landtagswahlen stattfindet. Dabei sollen die Schüler die Abläufe von Wahlen kennenlernen. „Politik ist für die Schüler häufig ganz weit weg“, berichtet Schwennen. „Mit der Juniorwahl wird das Thema für die Schüler greifbar. Wir vermitteln den Schülern ein Stück Lebenswirklichkeit.“

„Wenn man nicht wählt, geht die Stimme ja verloren“

Auch für die Schüler der Oberschule ist das Projekt durchaus nachhaltig. „Man weiß jetzt direkt, was man später bei der richtigen Wahl machen muss“, erläutert Miriam Schmidt. Für die 16-jährige Schülerin ist die Wahl aber selbstverständlich. „Wenn man nicht wählt, geht die Stimme ja verloren.“ Auch ihr Mitschüler Tim Henzen findet das Projekt positiv. „Wir haben viel über die Parteien und den Ablauf der Wahl im Fach Politik gelernt.“ So wurden im Unterricht auch Wahlwerbespots analysiert, das TV-Duell der Kanzlerkandidaten Martin Schulz (SPD) und Angela Merkel (CDU) kritisch bewertet oder Parteiprogramme verglichen.

Parallel zur Bundestagswahl wird das Ergebnis nicht vor dem 24. September veröffentlicht. „Die Prognosen von uns sind aber sehr ähnlich mit den Prognosen zur richtigen Bundestagswahl“, weiß Schwennen. Im Anschluss soll auch noch das Ergebnis der Juniorwahl im Unterricht aufgearbeitet werden.

Bislang haben in den 18 Jahren rund 1,8 Millionen Schüler an dem größten Schulprojekt zur politischen Bildung teilgenommen. Für die jetzige Bundestagswahl ist der Präsident des Deutschen Bundestags, Norbert Lammert, Schirmherr des Projektes, bei dem 2017 mehr als 3400 Schulen in ganz Deutschland mitgemacht haben.


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