Erstes LNG-Kreuzfahrtschiff „AIDAnova“ auf der Meyer Werft auf Kiel gelegt

Von Christoph Assies, 06.09.2017, 13:23 Uhr
Mit einer Lichtshow wurde in der Baudockhalle der Papenburger Meyer Werft die „AIDAnova“ auf Kiel gelegt. Foto: Michael Wessels

Papenburg/ Hamburg . Auf der Papenburger Meyer Werft ist die „AIDAnova“, das neue Kreuzfahrtschiff für die Rostocker Reederei AIDA Cruises auf Kiel gelegt worden.

Die Zeremonie fand bereits am Montagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Baudockhalle der Meyer Werft statt und wurde per Videoinszenierung am Mittwoch auf der Seatrade Europe in Hamburg, der Leitmesse der Kreuzfahrtbranche, gezeigt. Den traditionellen Glückscent unter den ersten von insgesamt 90 Blöcken legten die beiden Auszubildenden Louisa Tröbner (AIDA Cruises) und Martin de Boer (Meyer Werft) im Beisein von AIDA-Präsident Felix Eichhorn und den Werftchefs Bernard und Tim Meyer.

Arnold Donald, Präsident des weltgrößten Kreuzfahrtkonzerns Carnival Corporation zu dem AIDA Cruises gehört, feierte an diesem Mittwoch in Anwesenheit von Bernad Meyer den Baubeginn der „AIDAnova“, dem weltweit ersten komplett mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Kreuzfahrtschiff auf der Seatrade. „Wir sind AIDA Cruises und der Carnival Corporation sehr dankbar für ihr Vertrauen und ihre wegweisende Entscheidung, die LNG-Technik an Bord umzusetzen. Nun wird die entsprechende Infrastruktur in zahlreichen Häfen aufgebaut. Carnival hat damit eine Entscheidung zugunsten der Umwelt getroffen, die für die Kreuzfahrt sehr wichtig ist“, so Bernard Meyer in einer Pressemitteilung von AIDA Cruises.

Die Carnival-Gruppe baut zusammen mit der Meyer-Werften-Gruppe an den Standorten in Papenburg und im finnischen Turku insgesamt sieben Kreuzfahrtschiffe mit LNG-Antrieb für die Marken Carnival Cruise Line, P&O Cruises, Costa Crociere und AIDA, die zwischen 2018 und 2022 abgeliefert werden.

Die 337 Meter lange „AIDAnova“ von der Papenburger Meyer Werft bildet den Anfang dieser Serie, soll bereits im November 2018 an die Reederei übergeben werden und ist dann das größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff mit Platz für über 6000 Passagiere in 2500 Kabinen. Ein weiteres baugleiches Schwesterschiff soll 2021 von den Papenburgern fertiggestellt werden. Für die Passagiere soll es 15 Restaurant und 23 Bars sowie einen Beach Club, einen überdachten Pool- und Barbereich unter einem Foliendach geben. Darunter sollen konstant 26 Grad Celsius herrschen. Hinzukommen Wasserrutschen und einen Kletterparcours.

Nach den AIDA-Kreuzfahrtschiffen liefert die Meyer Werft im Jahr 2020 ein LNG Schiff für die britische Carnival-Marke P&O Cruises und die finnische Werft Meyer Turku in den Jahren 2019 und 2021 zwei LNG-Schiffe für Costa Crociere, sowie in den Jahren 2020 und 2022 zwei Ozeanrisen mit dem umweltfreundlicheren Antrieb an die Carnival Cruise Line. Die Papenburger Schiffbauer haben damit aktuell den höchsten Auftragsbestand mit LNG-Schiffen weltweit.

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