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27.08.2017, 12:29 Uhr KOMMENTAR

Zum Papenburger Bahndock: Unwägbarkeiten

Ein Kommentar von Gerd Schade


Nach dem Fund von Altlasten im Erdreich war der Bau der Bahnspange in Papenburg deutlich teurer geworden als geplant. Foto: Klaus Dieckmann/ArchivNach dem Fund von Altlasten im Erdreich war der Bau der Bahnspange in Papenburg deutlich teurer geworden als geplant. Foto: Klaus Dieckmann/Archiv

Papenburg. Die Pläne für das Papenburger Eisenbahndock klingen vielversprechend, bergen aber auch Unwägbarkeiten. Ein Kommentar.

Die Stadt Papenburg will das Eisenbahndock aus dem „Dornröschenschlaf“ wecken, wie sie selbst sagt. Der Ansatz klingt ebenso reizvoll wie vielversprechend. Übertriebene Erwartungen verbieten sich allerdings.

Dafür stecken in dem Projekt noch zu viele Unwägbarkeiten. Die größte ist neben der derzeit schlechten Anbindung die Frage der Altlasten. Wie schnell hier Kosten explodieren können, hat der Bau der Bahnspange im Jahr 2013 finanziell schmerzhaft gezeigt. Nach dem Fund von Altlasten im Erdreich für die Verlängerung der Straße „An der Alten Werft“ zwischen Bahnhof- und Rheiderlandstraße war das Bauprojekt zur Landesgartenschau am Ende satte zwei Millionen Euro teurer als geplant.

Und doch lohnt es sich, das Eisenbahndock genauer unter die Lupe zu nehmen. Die brachliegenden Flächen bieten Potenzial, die Stadt ist finanziell aber ziemlich klamm. Bei den Untersuchungen muss deshalb Gelegenheit bleiben, im Zweifel die Reißleine zu ziehen – bevor es aus dem Dornröschenschlaf ein böses Erwachen in einem teuren Luftschloss gibt.


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