Schulleiterin geht in Ruhestand Karin Schrand nimmt Abschied von der BBS Papenburg

Von Lea Becker


Papenburg. Karin Schrand geht nach sieben Jahren als Schulleiterin der Berufsbildenden Schule (BBS) Hauswirtschaft und Soziales Papenburg in den Ruhestand. Ihre Entlassung aus dem Dienst hat die Oberstudiendirektorin am Montag mit Kollegen und Weggefährten gefeiert.

Mit einem selbst geschriebenen Lied und zahlreichen Sonnenblumen verabschiedeten sich die Lehrer der BBS von ihrer Schulleiterin. „Die Zusammenarbeit war immer unkompliziert, fair und konstruktiv“, sagte ihr Stellvertreter Michael Walker. Ihre Tür sei immer für alle offen gewesen. „Sie waren die Kapitänin an Bord und haben bewiesen, wie gut Frauenpower sein kann“, berichtete Marlies Schmitz vom Personalrat. Schrand könne auf ein erfolgreiches und ergebnisreiches Arbeitsleben zurückblicken.

Die Nachfolge von Schrand ist nach Angaben von Landrat Reinhard Winter (CDU) noch nicht geklärt. Walker wird das Amt zunächst kommisarisch weiterführen.

Schwerer Abschied

Die ausscheidende Schulleiterin bedankte sich bei ihren Kollgen, Wegbegleitern und vor allem ihrer Familie für die Unterstützung. Sie freute sich über die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre, ohne die die Weiterentwicklung der BBS nicht möglich gewesen wäre.

„Der Abschied fällt mir sehr schwer“, gab Schrand zu. Sie liebe die Arbeit mit jungen Menschen. Besonders in Erinnerung bleiben werde ihr die Spendenaktion „Schulen für Pakistan“. Im Herbst 2010 hatten mehrere Papenburger schulen auf Initiative der BBS Hauswirtschaft und Soziales mit verschiedenen Hilfsprojekte 8888 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan gesammelt. Zu den jährlichen Höhepunkten zählt die Esterwegerin die Pa(p)stadt und das schulpastorale Projekt.

Fülle an Errungenschaften

„Gemeinsam mit einem engagierten Kollegium haben Sie die BBS zu einer Bildungseinrichtung mit überzeugendem Qualitätsprofil weiterentwickelt“, sagte Winter in seiner Begrüßungsrede. Schrand habe die BBS Hauswirtschaft und Soziales über all die Jahre unter Einbeziehung neuster pädagogischer und technischer Entwicklungen geführt und eine „Fülle an Errungenschaften“ angestoßen.

„Hier ist ein Schulprogramm gelebt worden, das jungen Menschen umfassende Bildung vermittelt, sie individuell fördert und auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet und dabei keinen vergisst“, lobte Winter das gesamte Kollegium. Durch die gute und engagierte Arbeit könnten die Absolventen lebenstüchtig und erfolgreich in die Berufswelt eintreten. „Die BBS Hauswirtschaft und Soziales handelt gesellschaftlich verbindend, tolerant und zukunftsweisend“, sagte der Landrat. Das sei die Handschrift von der scheidenden Schulleiterin.

Schule immer gelebt

Die Schulleitung erfülle dabei eine besondere Vorbildfunktion, die auf die immer neuen Herausforderungen, die Politik, Gesellschaft und Schulalltag stellen, reagieren muss. Mit ihrer Entschlossenheit, Verantwortungsbewusstsein sowie viel Engagement und Einfühlungsvermögen habe Schrand in den vergangenen sieben Jahren diese Aufgaben gemeistert. „Sie können stolz auf Ihre Leistungen für die Schule und die Ihnen anvertrauten Schüler sein“, so Winter.

Auch Regierungsschuldirektor Rainer Knippenberg stellte den Einsatz von Schrand heraus. „Sie hat mit viel Begeisterung und Energie Schule immer gelebt“, erklärte Knippenberg, bevor er der 58-Jährigen die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand überreichte.

Sieben Jahre Schulleiterin

Schrand hatte 2010 als Nachfolgerin von Dieter Tiemann die Schulleitung übernommen. Zuvor war sie zwei Jahre an der BBS II Leer stellvertretende Schulleiterin. Dort war die gebürtige Esterwegerin bereits seit 1986 tätig. Zuvor hatte sie in Hannover Biotechnik und Sonderpädagogik studiert.

Als zukünftige Herausforderung sieht Schrand die steigende Arbeitsbelastung der Lehrer aufgrund der Fülle an neuen Aufgaben durch die Integration, die rasante Beschleunigung der Digitalisierung und die Zunahme der Verwaltungsaufgaben. „Eine entsprechende Entlastung für alle Lehrkräfte ist längst überfällig“, forderte die 58-Jährige. Außerdem wünscht sie sich weiterhin eine wohnortsnahe Beschulung. „Wir wollen, dass unsere Bäcker hier vor Ort geschult werden und nicht in Hannover“, so Schrand.


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