Unterstützung vom DIL Papenburger will in Uganda Kraftriegel herstellen

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Kraftriegel für Uganda: Ludger Hüve, Volker Heinz und Heinrich Hövelmann (von links) haben in Papenburg die ersten Schritte für das neue Projekt der Stiftung „Klima schützen, damit Kinder leben können“ besprochen. Foto: Lea BeckerKraftriegel für Uganda: Ludger Hüve, Volker Heinz und Heinrich Hövelmann (von links) haben in Papenburg die ersten Schritte für das neue Projekt der Stiftung „Klima schützen, damit Kinder leben können“ besprochen. Foto: Lea Becker

Papenburg. Die Papenburger Stiftung „Klima schützen, damit Kinder leben können“ will ein Projekt starten, bei dem in Uganda Kraftriegel zur Nahrungsergänzung hergestellt werden. Dabei helfen soll das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL).

Die Stiftung engagiert sich bereits seit einigen Jahren in Uganda. „Kleine Projekte helfen zwar, aber sie scheiter häufig an der langfristigen Finanzierung“, berichtete Stiftungsvorsitzende und Ehrenbürgermeister von Papenburg, Heinrich Hövelmann. Daher müssten die grundlegenden Strukturen verändert werden. In Kitoba habe die Organisation bereits ein Lehr- und Demonstrationszentrum für Forst- und Agroforstwirtschaft errichtet. Dort würden Kleinfarmer, Lehrer und Mitarbeiter von Behörden geschult.

An diesem Standort soll nun die Produktion und Verarbeitung von Schokoladen-Kraftriegeln entstehen. „Wir müssen einen Plan erstellen, wie wir den Riegel hier entwickeln und in einem zweiten Schritt dann vor Ort produzieren und verkaufen können“, erklärte Hövelmann. Wichtig sei, dass die Farmer Verantwortung übernehmen und am Erfolg beteiligt werden. „Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu unseren bisherigen Arbeiten dort“, so der Vorsitzende.

Um zunächst zu klären, wie die Inhaltsstoffe eines solchen Riegels zur Nahrungsergänzung aussehen könnten, hatte Hövelmann den Leiter des DIL, Volker Heinz, nach Papenburg eingeladen. Dieser gab zu bedenken, dass zwar die Kakaobohnen in Uganda vorhanden sind, aber für die Produktion von Schokolade Milchpulver fehlen würde. Daher würde er bei den Riegeln auf Schokolade weitestgehend verzichten und nur Nährstoffe verwenden, die auf der Farm angebaut werden könnten. Wichtig seien vor allem Kohlenhydrate und essentielle Aminosäuren. „Wir müssen sehen, welche Möglichkeiten es dort gibt“, sagte Heinz. Potenzial sieht er in der Verwendung von Mais und Erdnüssen.

„Wir brauchen zunächst einen Agrarexperten, der sich mit den Bodenverhältnissen auskennt, damit die richtige Kombination aus Pflanzen dort angebaut wird“, empfahl der DIL-Leiter. Dafür vereinbarten Heinz und Hövelmann einen Workshop mit einem deutschen Wissenschaftler und einem Experten aus Uganda.

Wo die Test-Produktion durchgeführt werden soll, ist noch offen. Hövelmann hatte dafür die Johannesburg in Surwold vorgesehen. Bäckermeister Ludger Hüve war jedoch skeptisch. „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt“, sagte Hüve. Für die Finanzierung hatte Hövelmann das Projekt bereits beim Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU) vorgestellt und Unterstützung zugesagt bekommen.


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