Gebäude für Reifenlagerung Papenburger Autohaus Schwarte investiert 800.000 Euro

Hier soll das neue Reifen-Hotel des Autohauses Schwarte entstehen. Betriebsleiter Christian Asbree (links) und Geschäftsführer Stefan Schwarte freuen sich auf die neuen Lagerflächen. Foto: Christoph AssiesHier soll das neue Reifen-Hotel des Autohauses Schwarte entstehen. Betriebsleiter Christian Asbree (links) und Geschäftsführer Stefan Schwarte freuen sich auf die neuen Lagerflächen. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Das Autohaus Schwarte an der Lehrer-Köhne-Straße in Papenburg investiert derzeit mit dem Bau eines sogenannten Reifen-Hotels in den vor zwei Jahren übernommenen Unternehmenssitz.

Für rund 800.000 Euro wird nach Angaben von Geschäftsführer Stefan Schwarte ein „logistisches Problem“ auf dem Betriebsgelände gelöst. „Bisher hatten wir hier im Service nicht die baulichen Kapazitäten, die wir eigentlich brauchen. Die Kundenräder waren bisher in Garagen und Containern auf dem Gelände verteilt. Jetzt haben wir künftig Platz für 1650 Reifensätze auf insgesamt drei Etagen.“ Das neue Gebäude soll zwischen Ende November und Anfang Dezember fertig sein. Zusätzlich zu diesem sogenannten Reifen-Hotel baut Schwarte, der auch Autohäuser für Volkswagen (VW), Audi, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge in Haselünne, Meppen, Lübbecke und Bünde betreibt, den Werkstattbereich für Nutzfahrzeuge aus.

„Wir sind nun einer der wenigen Nutzfahrzeuge Tradeports in Deutschland und vertreiben Neu- und Volkswagen-Werksdienstwagen. Meist sind diese Tradeports hundertprozentige Volkswagen-Tochterunternehmen“, erklärt der neue Betriebsleiter des Papenburger Autohauses, Christian Asbree, der selbst 18 Jahre direkt bei Volkswagen gearbeitet hat. Für den Tradeport werde der Werkstattbereich um Arbeitsplätze speziell für Nutzfahrzeuge erweitert. „Dabei ist vorgeschrieben, wie breit, wie lang und welche Tragfähigkeit die Hebebühnen haben und wie hoch die Tore sein müssen“, erklärt Asbree. Mit einer Tragfähigkeit von mehr als 5,5 Tonnen könne das Papenburger Autohaus auch an den größten Volkswagen-Nutzfahrzeugen arbeiten, erklärt der 43-jährige Betriebsleiter. Der Ausbau der Arbeitsplätze hätte Schwarte zufolge auch innerhalb der bestehenden Werkstatt erfolgen können, so schaffe man jedoch eine „Win-Win-Situation“.

In Haselünne gegründet

Die Autohaus-Schwarte-Gruppe wurde im Jahr 1984 in Haselünne gegründet. 1990 wurden die ersten Händlerverträge für die Marken VW-Nutzfahrzeuge, VW-Pkw und Audi abgeschlossen. Das Unternehmen hatte am 1. April 2015 das frühere Autohaus Hans Nee in Papenburg übernommen und verzeichnet nach Angaben von Stefan Schwarte seither eine starke Nachfrage. „Ich würde sagen, dass Papenburg nach Meppen an zweiter Stelle steht, was die Nachfrage angeht“, so Schwarte im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf dem insgesamt 23.000 Quadratmeter großen Areal hat die Gruppe seit der Übernahme stetig investiert. Erst kürzlich wurde eine neue Prüfstation für die Sachverständigenorganisation Dekra (Deutscher Kraftfahrzeugüberwachungsverein) auf dem Gelände in Betrieb genommen. Zudem gibt es nun noch neue Verkaufsbüros für die Gebrauchtwagenpräsentation und im VW-Autohaus wurde kürzlich die Kundenannahme neu gestaltet. Insgesamt sind in dem Papenburger Autohaus 70 Mitarbeiter beschäftigt. Seit der Übernahme des Hauses hat Schwarte nach eigenen Angaben 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.


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