Bis Ende August im Forum Internationales Künstleratelier zeigt Werke in Papenburg

Von Jonas Brinker


jbri Papenburg. Noch bis Ende August werden in der Galerie im Forum Alte Werft in Papenburg Werke des Künstlerateliers International gezeigt, bei dem 14 Künstler aus zehn unterschiedlichen Nationen zusammenarbeiteten.

Unter dem Motto „Sehnsucht neue Heimat – Ankommen im Nordwesten“ arbeiteten Künstler aus Russland, Spanien, Finnland, Syrien, Kroatien, Japan, Deutschland und weiteren Nationen seit März in Aschendorf zusammen. Herausgekommen sind Bilder und Skulpturen, aber auch Installationen und Fotografien. „Das freie Austauschen über die Kunst war der Sinn des Projektes“, berichtet Editha Janson, die das Projekt künstlerisch leitete. „Dabei steht aber das Ankommen im Vordergrund.“ So zeigten die Künstler aus aller Welt, wie sie ihre neue Heimat Papenburg wahrnehmen. Ein Ergebnis daraus waren unterschiedliche bildliche Interpretationen von dem Papenburger Rathaus und Arkadenhaus.

„Ausstellung verdient Resonanz“

Auch Papenburg Bürgermeister Jan Peter Bechtluft zeigte sich während der Ausstellungseröffnung, zu der die Kunstschule Zinnober eingeladen hatte, erstaunt. „Ich habe selten eine so gute besuchte Eröffnung in Papenburg gesehen. Und diese Ausstellung verdient auch diese Resonanz.“ In Papenburg selbst leben nach seinen Worten Menschen aus 84 unterschiedlichen Nationalitäten. „Und viele bringen auch ihren eigenen kulturellen und künstlerischen Hintergrund mit. Die Sprache der Kunst ist dabei eine universelle Sprache, ohne Herkunft.“ Papenburgs neuer Kulturreferent Ansgar Ahlers betonte, dass er „sehr stolz auf das ist, was Zinnober mit den Künstlern hier geschaffen hat.“

Sprache als Schlüssel für Integration

Gefördert wurde das Projekt von der Emsländischen Landschaft. Dessen Präsident Hermann Bröring lobte auch die Integrationsleistung des Ateliers International. Bei den Treffen würden die Künstler selbstverständlich miteinander sprechen. „Und Sprache ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration“, so Bröring.

Kultusministerkonferenz wird aufmerksam

Von der Kultusministerkonferenz ist das Projekt auf die sogenannte „Best-Practice Liste“ genommen worden. Hier werden herausragende Kulturprojekte als Leuchtturmprojekte aufgeführt, die den interkulturellen Dialog fördern. Auch die Integrationsbeauftragte des Bundes ist schon auf die Ausstellung aufmerksam geworden, wie die hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann berichtete.


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