19-Jähriger bereut Tat Verfahren wegen Körperverletzung eingestellt

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Das Verfahren gegen ein 19-Jähriger aus dem nördlichen Emsland wegen Körperverletzung wurde vom Papenburger Amtsgericht eingestellt. Symbolfoto: Archiv/Gerd SchadeDas Verfahren gegen ein 19-Jähriger aus dem nördlichen Emsland wegen Körperverletzung wurde vom Papenburger Amtsgericht eingestellt. Symbolfoto: Archiv/Gerd Schade

Papenburg. Das Amtsgericht Papenburg hat das Verfahren wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung gegen einen 19-jährigen Mann aus dem nördlichen Emsland gegen eine Geldauflage in Höhe von 500 Euro eingestellt.

Der Mann soll laut Anklage im Januar vor einer Diskothek in Meppen gemeinsam mit einem Freund einen 33-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, sodass dieser bewusstlos wurde und Prellungen im Gesicht erlitt.

Der Angeklagte, der ohne Anwalt vor Gericht erschien, schilderte umfänglich den Ablauf des Abends. Beim Verlassen der Disco sei er beleidigt worden, er vermutete vom Opfer. Dieser hätte ihm auch einen Schlag ins Gesicht verpasst, woraufhin die Sicherheitskräfte sie rausgeschmissen hätten. Auch draußen sei die verbale Auseinandersetzung weiter gegangen. Das Opfer sei dann in ein Auto gestiegen. Der Angeklagte und sein Freund seien ihm gefolgt, hätten die Tür aufgemacht und den 33-Jährigen geschlagen.

„Am nächsten Tag habe ich es direkt bereut“, sagte der Angeklagte. Er wollte sich beim Opfer entschuldigen, fand aber keine Möglichkeit, diesen zu kontaktieren. Vom Anwalt des Opfers hätte er eine Forderung in Höhe von rund 800 Euro bekommen. Er wollte sich den Betrag mit seinem Freund teilen, dieser sei aber dazu nicht bereit gewesen. Daher habe er nur seinen Teil überwiesen.

Das Opfer bestätigte die Schilderung des Angeklagten bis auf seinen eigenen Schlag in der Disco. Er sei zudem stark alkoholisiert gewesen und könne sich nicht mehr an alles erinnern. „Die ganze Situation tut mir Leid“, entschuldigte sich der Angeklagte. Es sei kein schöner Abend gewesen. Auch der Freund des Angeklagten, gegen den ein Verfahren in Leer läuft, bestätigte den Tathergang.

Nach Angaben des Richters sei der 19-Jährige nicht vorbestraft. Zudem hätte die Jugendgerichtshilfe die Anwendung des Jugendstrafrechts empfohlen. Es sei eine Einzeltat gewesen und der Angeklagte sei ernsthaft bemüht sich zu entschuldigen, heißt es in ihrem Bericht.

Die Staatsanwaltschaft beantragte, dass Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen. Dem stimmte der Richter zu. „Es war eine Straftat, aber sie machen einen geläuterten Eindruck und sind von sich selbst erschrocken“, sagte der Richter. Das würde als Denkzettel reichen.


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