Neue Gesellschaft gegründet Altenheim in Rhede und Caritas treten „in den Bund der Ehe“


Papenburg/Rhede. Das Altenpflegeheim St. Nikolausstift in Rhede und der Caritas-Pflegedienst Unterems haben ihre schon länger andauernde Zusammenarbeit jetzt offiziell besiegelt. Die Kooperation wird ab dem 1. Januar 2018 unter dem Namen „St. Nikolaus Stift Caritas Pflege GmbH“ fortgeführt.

„Verlobt sind wir schon seit April letzten Jahres, jetzt treten wir nach intensiver Kennenlernzeit in den Bund der Ehe“, freut sich Pfarrer Frank Rosemann. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass es miteinander funktionieren würde. „Jetzt sind wir dankbar für die Kooperation, da wir mit der Caritas einen guten Partner auf einem hart umkämpfen Markt gefunden haben“, so Rosemann. Vor der Zusammenarbeit war das Heim nach Worten des Pfarrers solide aufgebaut. „Aber es war klar, dass es so nicht weiter geht.“ Laut Rosemann bringe die Caritas ihre Kompetenzen ein, wo ehrenamtliche Kräfte an ihre Grenzen stoßen würden. Wie er weiter ausführte, ist die Kirche zu 48 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt und behält unter anderem die Verantwortung für das Gebäude.

Gebündelte Angebote auf kurzen Wegen

Werner Negwer, Justiziar des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück, verspricht sich viel von der Kooperation. „Die vergangenen Monate haben bereits gezeigt, dass es wichtig ist, Angebote gebündelt und auf kurzen Wegen bereitstellen zu können.“ Die „Verlobungszeit“ betrachtet er als wertvoll, da eine Vertrauensbasis behutsam wachsen konnte.

Stationär, teilstationär und ambulant

Geschäftsführerinnen der neuen GmbH sind Stefanie Freimuth-Hunfeld, Leiterin des Caritas-Pflegedienstes Unterems, und Marita Frerichs, Leiterin des St. Nikolausstiftes. „Mit diesem Schritt verbessern wir das Angebot für pflegebedürftige Menschen in und um Papenburg“, so Freimuth-Hunfeld. „Wir bieten künftig stationäre, teilstationäre und ambulante Pflege aus einer Hand“, fügt Frerichs hinzu. Die neue Gesellschaft umfasst neben dem Altenpflegeheim in Rhede, dem ambulanten Pflegedienst mit Hauptsitz in Papenburg und dem dortigen Betreuten Wohnen auch Angebote der Tagespflege in Aschendorf, Papenburg und Rhede.

Für Bewohner und Mitarbeiter soll sich nichts ändern

Für die 49 Bewohner und rund 70 Mitarbeiter in Rhede soll sich durch die Kooperation nichts ändern. „Wir streben einen nahtlosen Übergang ohne Reibungsverluste für die betreuten Menschen, die Angehörigen und Mitarbeitenden an“, teilt Negwer mit. Durch den Zusammenschluss zählt die neue Gesellschaft mehr als 170 Beschäftigte, darunter 13 Auszubildende. Von der Zusammenarbeit erhoffen sich die Verantwortlichen auch positive Effekte auf dem Arbeitsmarkt. „Wir werden als Arbeitgeber attraktiver, weil wir mehr auf unsere Mitarbeiter eingehen können. Das erleichtert uns hoffentlich die Suche nach Fachkräften“, so Freimuth-Hunfeld.

Bauprojekte stehen an

Unter dem Dach der neuen GmbH stehen bereits die ersten größeren Bauprojekte an. So sollen am St. Nikolausstift zeitnah umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden. In Papenburg soll zudem ab Frühjahr 2018 eine neue Tagespflege mit 16 Plätzen und eine Demenz-Wohngemeinschaft mit 12 Plätzen entstehen.


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