Ausschuss lässt Vorschläge zu Sieben Kandidaten aus dem Wahlkreis Unterems wollen nach Berlin

Von Christian Belling

Möglichst viele Stimmen wollen die sieben Kandidaten aus dem Wahlkreis Unterems bei der Bundestagswahl am 24. September erreichen. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpaMöglichst viele Stimmen wollen die sieben Kandidaten aus dem Wahlkreis Unterems bei der Bundestagswahl am 24. September erreichen. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Leer/Papenburg. Jetzt ist es amtlich: Sieben Kandidaten aus dem Wahlkreis Unterems werden bei der Bundestagswahl am 24. September antreten. Der Kreiswahlausschuss sah in seiner Sitzung am Freitag keine Veranlassung, einem Vorschlag die Zulassung zu verwehren.

„Alle Vorschläge sind fristgerecht eingegangen. Und auch sonst sind keine Mängel aufgetreten“, teilte Kreiswahlleiter Matthias Groote während der Sitzung im Leeraner Kreishaus fest. Wie Katrin Kröger, die im Wahlkreis 25 Unterems für den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl zuständig ist, auf Nachfrage mitteilte, kommt es selten vor, dass ein Vorschlag zurückgewiesen wird. „Entweder wurden dann Fristen nicht eingehalten oder den Anforderungen der Bundeswahlordnung nicht entsprochen“, so Kröger.

Einstimmige Entscheidungen

Über die Zulassung entschieden haben außer Kreiswahlleiter Groote fünf Beisitzer. An der Sitzung nahmen darüber hinaus Vertrauenspersonen der einzelnen Parteien teil. Die Abstimmung fiel für jeden Kandidaten einstimmig aus.

Für einen Platz im Deutschen Bundestag bewerben sich im Wahlkreis Unterems, zu dem der Kreis Leer und das nördliche sowie Bereiche des mittleren Emsland zählen, folgende Kandidaten: Gitta Connemann (CDU), Markus Paschke (SPD), Harald Kleem (Grüne), Marion Terhalle (FDP), Bettina Kubiak (Die Linke), Christoph Merkel (AfD) und Marius Wolters (Die Partei).

Im Wahlkreis Mittelems, der das südliche Emsland und die Grafschaft Bentheim umfasst, kandidieren direkt Albert Stegemann (CDU), Daniela De Ridder (SPD), Reinhard Prüllage (Grüne), Roberto Linguari (Die Linke), Jens Beeck (FDP), Danny Meiners (AfD) und Harald Nützel (Die Partei).

Sieben Kandidaten (links) aus dem Wahlkreis Unterems wollen in den Bundestag. Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Wahl erfordert viel Vorbereitung

Die Frist zur Einreichung von Vorschlägen lief am 17 Juli um 18 Uhr ab. „Danach geht nichts mehr“, weiß Kröger. Seit vielen Wochen beschäftigt sie sich bereits mit der Bundestagswahl. „Ein knappes halbes Jahr bedarf eine solche Wahl an Vorbereitung“, so Kreiswahlleiter Groote.

Briefwahl ab dem 14. August möglich

Diese sind mit der Ausschusssitzung noch lange nicht abgeschlossen. Als Nächstes folgt laut Kröger die amtliche Bekanntmachung der Kreiswahlvorschläge am 4. August. Unterlagen für eine Briefwahl können schon jetzt beantragt werden. Die Wahl per Brief ist ab dem 14. August möglich. Während des Wahlabends melden die Kommunen ihre Ergebnisse in das Leeraner Kreishaus. Von dort gehen die Resultate dann zur Landeswahlleitung und weiter zur Bundeswahlleitung. Das amtliche Endergebnis für den Wahlkreis Unterems soll am 28. September feststehen.

Bei der letzten Bundestagswahl vor vier Jahren stellten acht Bewerber aus dem hiesigen Wahlkreis auf. Direkt gewählt wurde damals die CDU-Kandidatin Connemann mit 54,7 Prozent. SPD-Bewerber Markus Paschke erreichte 31,2 Prozent und zog über die SPD-Landesliste in den Bundestag ein.