Für Radfahrer offen Arbeiten an der Wehrbrücke in Herbrum „voll im Zeitplan“

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Herbrum. Die Sanierungsarbeiten an der Wehrbrücke über die Ems in Herbrum schreiten zügig voran. „Wir sind voll im Zeitplan“, so Wolfgang Schlömer, Baubevollmächtigter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Meppen.

Knapp sechs Wochen nach Baubeginn können nach seinen Worten bereits Ende des Monats das Gerüst und die Einhausung auf die andere Brückenseite verlegt werden. „Wir sind mit der ausführenden Firma sehr zufrieden. Hier wird werktags von 8 bis 18 Uhr und auch am Wochenende gearbeitet“, teilt Schlömer während einer Vor-Ort-Begehung fest. Ein- bis zweimal pro Woche schaut er sich den Fortschritt an und sucht das Gespräch mit den Planern. „Korrigierend eingreifen musste ich bislang nicht. Das ist immer ein gutes Zeichen.“ Er ist optimistisch, dass die Instandsetzungsmaßnahmen Ende September/Anfang Oktober abgeschlossen werden können.

Hohe Luftfeuchtigkeit unerwünscht

Möglich macht das zügige Arbeiten auch die Einhausung. „Darunter kann auch bei Regen gearbeitet werden“, erklärt Schlömer. Die Brücke wird von unten komplett sandgestrahlt und neu konserviert. „Das einzige was uns dabei in die Quere kommen kann, ist eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 Prozent“, so der Baubevollmächtigte. Die letzten Konservierungsarbeiten liegen nach Angaben der Behörde 35 Jahre zurück. Zudem wird der Beton unterhalb der Fahrbahnplatte auf Schadstellen beziehungsweise Risse untersucht und saniert. Darüber hinaus stehen an dem im Jahr 1960 errichteten Bauwerk Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten an. Die Gesamtkosten beziffert Schlömer auf rund 230.000 Euro. Getragen werden sie vom Bund.

Messungen an Nachbarbrücke

Außer den Arbeiten an der Wehrbrücke über die Ems werden nach seinen Worten auch Messungen an der Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal wenige Meter weiter im Zuge der Borsumer Straße durchgeführt. „Dieses Messprogramm soll Erkenntnisse hinsichtlich der Belastung bringen“, so Schlömer. Obwohl die Bauwerke nur von maximal 12-Tonnern befahren werden dürfen, kommt es ihm zufolge nicht selten vor, dass auch so mancher 30-Tonner über die Brücken fährt. Er macht dabei aber deutlich, dass das Messprogramm kein Instrument sei, um Verkehrssünder ausfindig zu machen. „ES soll uns lediglich zeigen, wie viel die Bauwerke noch aushalten.“

Umleitung wird angenommen

Doch solange an der Wehrbrücke noch gearbeitet wird, nutzen keine Kraftfahrzeugfahrer den Weg über die beiden Brücken. „Fußgänger und Radfahrer können sie problemlos passieren. Für Motorisierte ist eine Umleitung ausgeschildert“, teilt der Baubevollmächtigte mit. Sie führt über Rhede und die B 401 zwischen Dörpen und Heede. Daraus resultierende Probleme seien ihm nicht bekannt. „Weder von Anwohnern noch von Autofahrern habe ich bislang Beschwerden vernommen.“

Viele Radfahrer unterwegs

Wichtig sei allerdings, die Bauwerke für Fußgänger und Radfahrer freizuhalten. „Was hier auf zwei Rädern langfährt, ist kaum zu glauben“, wundert sich Schlömer. Obwohl es keine Verbindungsstraße sei, „kennt diesen Schleichweg jeder.“


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