Weiche Zusammenstöße Schüler vom Papenburger Lukas-Heim toben sich beim Bubble-Soccer aus

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Papenburg. Was für ein Spaß: Fußball der besonderen Art haben am Dienstagnachmittag Schüler der Tagesbildungsstätte am Papenburger St.-Lukas-Heim gespielt. Auf dem Gelände an der Kleiststraße tobten sich die Kinder der Haupt- und Abschlussstufe beim Bubble-Soccer richtig aus.

Ausgestattet mit einer großen aufblasbaren Kugel über den Oberkörper rammten sich die Schüler gegenseitig um. Schmerzen kamen bei den Zusammenstößen dank der Polsterung und des robusten Materials keine auf. „Hier tut sich keiner weh, alle landen weich“, stellt Stephanie Krallmann mit Begeisterung fest. Gemeinsam mit weiteren Fachkräften an der Tagesbildungsstätte organisiert die Physiotherapeutin ein Freizeitangebot für die Schüler in den Ferien. „Bis Freitag findet bei uns noch Unterricht statt. Weil eigentlich Ferien sind, versuchen wir unseren Kindern etwas Besonderes zu bieten“, so Krallmann. Außer dem Bubble-Soccer-Turnier, das am Dienstag in ein Sportfest eingebettet war, fand in den vergangenen Tagen auch eine Stadtparkrallye, eine Disco, Aquajogging und Walken statt. Am Donnerstag geht es für die Kinder zudem noch in den Kletterwald.

„Von allen Seiten kommen die Gegner“

Selber Bubble-Soccer gespielt hat Krallmann ebenso wie ihr Kollege Sebastian Jongebloed. „Das ist schon sehr anstrengend und auch eng“, so der Klassenleiter. Länger als zehn Minuten halten es die Gruppen mit je fünf Spielern in den Kugeln nicht aus. „Man muss ständig aufpassen. Von allen Seiten kommen die Gegner, die einen umstoßen wollen“, schmunzelt Jongebloed. Spaß macht die besondere Art des Fußballspielens jedem. Auch wenn der eigentliche Sinn beim Fußball, das Tore erzielen, nebensächlich ist. Nicht selten bleibt der Ball minutenlang unbeachtet, weil die Schüler mehr damit beschäftigt sind, sich gegenseitig zu Fall zu bringen.

Große Nachfrage

Genau das macht Bernd Pieper zufolge den Reiz des Bubble-Soccers aus. Seit Mai hat er insgesamt zehn solcher Kugeln in seinem Bestand und verleiht diese im Emsland und Ostfriesland. Die Nachfrage ist nach Angaben des Bokelers groß. „Es macht einfach Spaß und eignet sich als Auflockerung für viele Veranstaltungen.“ Ob Familienfeste, Junggesellenabschiede und als Konditionseinheit für Sportler, laut Pieper gibt es Anfragen zu unterschiedlichen Gelegenheiten.

„Es muss auch mal einer durch die Luft fliegen“

Ausgestattet sind die Bälle im Inneren mit Haltegurten, die wie ein Rucksack aufgezogen und auf die Größe des Spielers eingestellt werden. Im aufgeblasenen Zustand haben die transparenten Kugeln einen Durchmesser von eineinhalb Metern. Gespielt wird meistens in Teams mit fünf Spielern. Aufgrund der entstehenden Hitze und der Anstrengungen beträgt eine Spielzeit meist fünf bis sieben Minuten. Während des Spiels gelten die gleichen Regeln wie beim klassischen Fußball. Körperkontakt und gesundes Zweikampfverhalten ist dabei erwünscht. „Es muss auch mal einer durch die Luft fliegen. Dann wird es richtig gemacht“ flachst Pieper.


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