Ein Bild von Daniel Gonzalez-Tepper
03.07.2017, 16:18 Uhr KOMMENTAR

Zu Gartenbau-Investitionen in Papenburg: Ein gutes Zeichen

Von Daniel Gonzalez-Tepper


Bereits im August sollen auf den etwa vier Hektar neuen Gewächshausflächen von Mathias Schulz am Lerchenweg Salatgurken geerntet werden. Vermarktet werden diese über die Gartenbauzentrale (GBZ) in Papenburg. Foto: Daniel Gonzalez-TepperBereits im August sollen auf den etwa vier Hektar neuen Gewächshausflächen von Mathias Schulz am Lerchenweg Salatgurken geerntet werden. Vermarktet werden diese über die Gartenbauzentrale (GBZ) in Papenburg. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Die Millionen-Investitionen in die Gartenbau-Betriebe in Papenburg und der Umgebung sind ein gutes Zeichen für den Standort. Und das nicht nur kurzfristig. Ein Kommentar.

Die Absatz- und Einkaufsgenossenschaft Gartenbauzentrale (GBZ) ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, 2016 wurden 123 Millionen Euro umgesetzt, die vollständig den 44 Mitgliedsbetrieben in Papenburg und der direkten Umgebung zugutegekommen sind. Dass die Betriebe darauf vertrauen, auch künftig den Absatz halten oder sogar steigern zu können, belegen die jetzigen Entscheidungen, kräftig in neue Gewächshäuser zu investieren und insgesamt eine zweistellige Millionensumme in die Hand zu nehmen. Denn unter den Gesichtspunkten Finanzierung und Abschreibung werden sie im Regelfall dann getroffen, wenn die Einnahmen auf 10 bis 15 Jahre planbar sind.

Profitieren möchten die Betriebe dabei vom Trend der Verbraucher in Deutschland, lieber das hierzulande angebaute Gemüse zu kaufen als Tomaten, Gurken oder Paprika, die längere Zeit gekühlt im Lkw oder im Flugzeug verbracht haben. Dieser Trend ist nicht nur aus ökologischen Gesichtspunkten entstanden, sondern ist auch eine Auswirkung der veränderten Reisegewohnheiten der Deutschen. Früher konnten die Urlaubsziele nicht exotisch genug sein, heute wird im Angesicht von Terror und Trump lieber vor der eigenen Tür Urlaub gemacht. Damit hat sich bei vielen auch das Konsumverhalten verändert.

Ändern dürfte sich das vorerst nicht. Und auch die Tatsache, dass viele Gärtner, die jetzt investieren, um die 35 Jahre alt sind, begründet die Hoffnung, dass Papenburg noch lange Freude haben wird an dieser Entwicklung. Für den Standort ist das ein gutes Zeichen.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN