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Schikane-Vorwürfe gegen Leitung Fast 1000 Angestellte bei Meyer Turku im Streik

Auf der Werft Meyer Turku in Finnland sind knapp 1000 Angestellte in einen Streik getreten. Foto: Christoph Assies/ArchivAuf der Werft Meyer Turku in Finnland sind knapp 1000 Angestellte in einen Streik getreten. Foto: Christoph Assies/Archiv

AFP/gs Papenburg/Helsinki. Im finnischen Turku sind knapp 1000 Angestellte der Werft Meyer Turku am Donnerstag in einen Streik getreten. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Der Meldung zufolge protestieren sie damit gegen ihre Arbeitsbedingungen und werfen der Leitung des Tochterunternehmens der Papenburger Meyer Werft Schikane und eine schädliche Arbeitsatmosphäre vor, wie Gewerkschaftsvertreter finnischen Medien sagten. Der Ausstand wurde demnach einstimmig bei einer Versammlung der Angestellten beschlossen und soll bis zum Ende der Woche andauern.

Einige Arbeiter des emsländischen Kreuzfahrtschiffbauers seien bedroht worden und die „Grenze des Tolerierbaren ist überschritten“, sagte Arbeitnehmervertreter Juha Jormanainen dem TV-Sender YLE. Die Werft bedauerte den Ausstand. Geschäftsführer bei Meyer Turku ist Jan Meyer, Sohn des Papenburger Meyer-Werft-Chefs Bernard Meyer.

Das Unternehmen aus Papenburg war 2014 in den finnischen Markt eingestiegen und hatte den Mitbewerber STX Finnland in Turku übernommen. Bereits 2015 und damit gut ein Jahr nach der vollständigen Übernahme durch Papenburg hatte der finnische Schiffbaustandort erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das Geschäftsjahr 2016 schloss Meyer Turku nach eigenen Angaben mit einer Gewinnsteigerung um 67 Prozent ab. Zuletzt hatten die finnischen Schiffbauer den Ozeanriesen „Mein Schiff 6“ vor der Elbphilharmonie feierlich an die Hamburger Reederei Tui Cruises übergeben.


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