Stöbern in 20.000 Schmökern Bücherbasar in Papenburger Kesselschmiede

Den Bücherbasar von Amnesty International in der Papenburger Kesselschmiede bereiten (von links) Wilke Donker, Gerold Siemer, Martina Benten und Rufolf Siemer vor. Foto: Insa PölkingDen Bücherbasar von Amnesty International in der Papenburger Kesselschmiede bereiten (von links) Wilke Donker, Gerold Siemer, Martina Benten und Rufolf Siemer vor. Foto: Insa Pölking

isp Papenburg. Die Papenburger Ortsgruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International veranstaltet am Samstag, 22. April, und Sonntag, 23. April, zum zehnten Mal einen Bücherbasar. In der Kesselschmiede des Forums Alte Werft in Papenburg möchte die Gruppe 20.000 Bücher unters Volk bringen.

Die Hilfsorganisation hatte bereits 2008 den ersten Bücherbasar auf der Braderie in Papenburg durchgeführt. Wegen des unbeständigen Wetters musste sich die Organisation 2016 allerdings um einen anderen Veranstaltungsort bemühen. Wie sich im vergangenen Jahr zeigte, stellte sich der Standortwechsel als voller Erfolg heraus. „Der Basar war im letzten Jahr wirklich gut besucht“, berichtet Gruppensprecher Gerold Siemer. „Die Kesselschmiede ist für diesen Zweck wirklich hervorragend geeignet.“

Außer Büchern werden CDs, DVDs und Schallplatten angeboten. Für die Bücher werden 3 Euro pro Kilo berechnet. Schallplatten werden nach Stückpreis verkauft. Da der gesamte Erlös des Basars der Menschenrechtsarbeit von Amnesty zugutekommt, kann auf freiwilliger Basis auch mehr gegeben werden.

Kernstück der Arbeit ist jedes Jahr das Sortieren der vielen Bücher. „Wir sortieren die Bücher im Vorfeld nach Genre, um es den Besuchern so angenehm wie möglich zu machen“, sagt Siemer. „Zu geordnet soll es aber auch nicht sein. Man findet schließlich beim Stöbern.“ Darüber hinaus wird jedes Buch und jede CD vor dem Verkauf überprüft. „Wir verkaufen eine CD nur, wenn sie auch im richtigen Cover ist“, betont Siemer. Außerdem erhalte die Organisation oft Kartons mit neuen Büchern, die teilweise nur einmal gelesen wurden und fast keine Gebrauchsspuren aufweisen.

Viele Änderungen im Vergleich zum Vorjahr wird es nicht geben. Allerdings werden die Veranstalter die Gänge breiter machen, sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Probleme den Markt erkunden können.

„Es gibt so viel zu entdecken und die Gelegenheit, ein Schnäppchen zu machen ist groß“, sagt Siemer. Der Basar startet an beiden Tagen um 11 Uhr dauert bis 17 Uhr. „Sonntagabend sind wir dann irgendwann fertig – im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Siemer. Jeder Besucher sei herzlich willkommen. „Es wäre uns lieb, wenn alle Bücher wegkommen.“


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