„The Italian Bee Gees“ zu Gast Bee-Gees-Sound reißt Publikum in Papenburg von den Sitzen

Von Christoph Assies


Papenburg. Die großen Hits der Bee Gees haben am Sonntagabend in der Papenburger Stadthalle Forum Alte Werft rund 450 Zuschauer bei „Massachusetts – The Bee Gees Musical“ mitgerissen.

„You Win Again“, „Juliet“, „Alone“ oder der Startschuss für die Bee-Gees-Karriere, „Spicks and Specks“ aus dem Jahr 1966: Die Stimmen der italienischen Brüder Walter, Davide und Pasquale Egiziano, der „Italian Bee Gees“ kamen sehr nah an das Original der Brüder Maurice, Robin und Barry Gibb heran.

Letzte Etappe der Deutschland-Tournee

Auf ihrer Deutschlandtournee, die in Papenburg am Sonntag ihren Abschluss fand, wurde das Trio von Mitgliedern der legendären australischen Formation begleitet. Vince Melouney, Leadgitarrist der Band, stand ebenso auf der Bühne wie Keyboarder Blue Weaver, der auch mit den Pet Shop Boys zusammenarbeitete und Schlagzeuger Dennis Bryon.

Weaver sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, die Musik der Bee Gees sei zeitlos, sie werde auch die nächsten 50 Jahre überdauern. Bei den Italian Bee Gees hätten er, Melouney und Bryon das gleiche Gefühl gehabt, wie seinerzeit mit den Gibb-Brüdern. „Darum treten wir mit ihnen auf. Es ist einfach wunderbar. Wenn ich manchmal auf der Bühne die Augen schließe und sie höre, ist es wie in den 1970er-Jahren, als ich mit den Bee Gees spielte“, so Weaver. Er gab dem Publikum Einblicke und erzählte, wie das berühmte „Night Fever“ entstand. Demnach hatte er aus dem Radio eine Melodie im Kopf und spielte damit herum und das Intro entstand. Mit Feuereifer spielte Weaver den Sound der alten Zeiten. Das Papenburger Publikum klatschte und sang mit und auf den Stühlen hielt es keinen mehr.

Hits in Geschichte eingebettet

Eingebettet waren die Hits in eine kurzweilige Geschichte, bei der Jugendliche in einem abgelegenen Haus Unterschlupf vor einem Sommergewitter suchten und auf einen alten Mann mit privater Bee-Gees-Sammlung stießen. „Mr. Jones“, Besitzer des Hauses, erzählte den Jugendlichen und damit auch dem Publikum von den rund 240 Millionen verkauften Platten der Bee Gees und anderen Anekdoten. Kurze Filmsequenzen holten die Gibb-Brüder ins Forum Alte Werft. Beleuchtet wurde dabei auch die Zusammenarbeit mit weiteren internationalen Künstlern im Laufe der Bee-Gees-Karriere. So nahmen sie Songs mit Dolly Parton, Diana Ross, Barbra Streisand und mit Celine Dion den Titel „Immortality“ auf. Gefühlvoll wie das Original sang Laura Ugolini mit den Italian Bee Gees „Immortality“, das Papenburger Publikum applaudierte, jubelte und pfiff begeistert, wie den ganzen Abend über.

Der emsländische Landrat Reinhard Winter, der ganz privat den Abend genoss, sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, er sei begeistert. „Das war richtig Power, eine tolle Show und tolle Erinnerungen an eine Zeit, in der ich mal jung war“, so Winter.


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