„Bunter Kreis“ finanziert neue Kräfte Papenburger Förderverein betreut fast 80 Familien

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Papenburg. Erstmals richtet der Förderverein Bunter Kreis Nord-West-Niedersachsen ein Familienfest auf dem Gelände des Marien-Hospitals aus. Im vergangenen Jahr wurden knapp 80 Familien betreut.

Termin für das Familienfest ist am 29. Juli 2017. Wie Vorsitzende Heide Heyen-Strehlau auf der Generalversammlung des Vereins deutlich machte, sind dazu gesunde und kranke Kinder, Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam mit ihren Familien eingeladen. Ein tolles Unterhaltungsprogramm solle dafür sorgen, dass alle Besucher für einige Stunden ihren Alltag vergessen können. Übergeordnetes Ziel des Vereins ist es, die Situation von chronisch kranken, schwerkranken, früh geborenen, behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen und deren Familien in der Region Nordwest-Niedersachsen zu verbessern.

Nach Angaben der Vorsitzenden hat der Förderverein die Ausbildung von Beate Dreyer zur „Fachkraft für Geschwister“ finanziert. Dreyer erläuterte auf der Versammlung über Möglichkeiten, Geschwisterkinder an das Thema „Krankheit“ heranzuführen und ihre Wahrnehmung „Ich bin doch auch noch da!“ durch das Erkennen von Hilfen und positiven Begleitern zu bearbeiten.

Neu hinzukommen wird für den Förderverein in diesem Jahr die Finanzierung einer weiteren Case-Managerin auf Teilzeitbasis. Anhand einer Landkarte des Einsatzgebietes und der markierten Einsatzorte wurde den Mitgliedern verdeutlicht, wie umfangreich das Arbeitsgebiet des Bunten Kreises Nord-West-Niedersachsen ist. Für die Betreuung von 79 Familien im vergangenen Jahr seien fast 35.000 Kilometer zu fahren gewesen, hieß es.

Mitgliedern und Gästen wurde durch die Case-Managerin Angela Hebbelmann die Arbeit der sozialmedizinischen Nachsorgeeinrichtung am Marien-Hospital anhand eines Beispiels geschildert. Demnach beginnt die Betreuung von Familien mit schwer kranken Kindern idealerweise schon in der Klinik. Mit der Entlassung nach Hause übernimmt das Team des „Bunten Kreises“ die Koordination aller erforderlichen Maßnahmen und steht der Familie in ihrer ungewohnten Situation zur Seite. Die Verordnung dieser Leistung erfolgt durch die Klinik oder durch den Kinderarzt zu Hause und muss von der Krankenkasse genehmigt werden. Die Case-Managerin sieht bei ihrer Arbeit die Familie in ihrem Umfeld, so zum Beispiel auch Geschwisterkinder, die durch die neue Situation eine andere Wahrnehmung erfahren.

Heide Heyen-Strehlau zeigte auf, wie vielfältig neben der krankenkassenfinanzierten Leistung der Bedarf an zusätzlicher materieller und finanzieller Unterstützung ist. Nach ihren Worten gab der Förderverein im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel seiner Mittel für direkte Unterstützung bedürftiger Familien aus und ermöglichte auch in vielen Fällen eine weiter erforderliche Betreuung, wenn die Möglichkeiten der Krankenkasse ausgeschöpft waren.

Die Vorsitzende stellte heraus, wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit für den Verein sei, da der Name „Bunter Kreis“ keine Rückschlüsse auf das Tun zulasse. „Familien, die Hilfe benötigen, sollen aber wissen, wo sie diese bekommen können“, sagte Heyen-Strehlau. Durch Veranstaltungen in Papenburg wie „Bunter Kreis in Weiss“ (nächster Termin am 16. Juni 2017), das „Nachtma(h)len (10. November 2017) und die „Gartenlust“ (12. August, Logabirum) sieht der Förderverein Möglichkeiten, seinen Zweck und seine Ziele darzustellen.

Bei den turnusgemäß anstehenden Teilneuwahlen von Vorstandsmitgliedern wurden alle Amtsinhaber in ihren Posten bestätigt: Heyen-Strehlau, Achim Akkermann (Kassenwart), Maria Papen-Koop (Beisitzerin) und Hartmut Klevorn (Schriftführer).


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN