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Stelle fast drei Jahre unbesetzt Neuer Chefarzt für die Gynäkologie im Papenburger Marienkrankenhaus

<em>Mit Blumen</em> wurde Dr. Franz Koettnitz (Zweiter von links) von Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer, Matthias Bitter, Pflegedirektorin Marita Bäcker, die Mitarbeitervertreterinnen Anne Eiken und Carmen Janßen sowie Ansgar Veer (von links) in Papenburg begrüßt. Foto: sieMit Blumen wurde Dr. Franz Koettnitz (Zweiter von links) von Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer, Matthias Bitter, Pflegedirektorin Marita Bäcker, die Mitarbeitervertreterinnen Anne Eiken und Carmen Janßen sowie Ansgar Veer (von links) in Papenburg begrüßt. Foto: sie

Papenburg. Nach fast drei Jahren ist die Chefarztstelle der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Marienkrankenhaus in Papenburg wieder besetzt. Am Samstag tritt offiziell Dr. Franz Koettnitz seinen Dienst in der Klinik an. Der 59-Jährige war zuletzt in einem Krankenhaus in Winschoten tätig.

Die Wiederbesetzung der Stelle sei eine „frohe Botschaft für das Marienkrankenhaus und die Menschen in der Region“, wird Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf GmbH , in einer am Freitag verbreiteten Pressemitteilung zitiert. Krankenhausgeschäftsführer Matthias Bitter zufolge seien Chefarztpositionen gerade im Bereich der Frauenheilkunde und Geburtshilfe schwierig zu besetzen. Demnach gibt es nämlich kaum Bewerber und derzeit seien rund 70 Chefarztstellen an deutschen Kliniken unbesetzt. Auch die Position am Marienkrankenhaus war nach Abschied von Dr. Paul Ohlmann fast drei Jahre lang vakant.

In der Mitteilung verweist das Krankenhaus auf „langjährige Chefarzterfahrungen“ von Koettnitz. Den Angaben zufolge war Koettnitz bis zu seinem Wechsel nach Papenburg fast zehn Jahre lang für die OZG Ommelander Ziekenhuis-Groep an führender Stelle im Krankenhaus in Winschoten tätig. Er kenne also sowohl das deutsche wie auch das niederländische Gesundheitssystem.

Aus Sicht der Geschäftsführung hat das Marienkrankenhaus „eine gute Zukunft“ vor sich – „vor allem, was die hoch qualifizierte Versorgung von Frauen und werdenden Mütter angeht“, werden Bitter und sein Geschäftsführerkollege Ansgar Veer in der Mitteilung zitiert. Bitter freue sich aber noch aus einem anderen Grund über die Besetzung der Chefarztstelle: „Damit ist klar, dass wir die Abteilung nicht nur erhalten, sondern stärken werden.“

So solle die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe mit weiteren Ärzten verstärkt werden. Entsprechende Gespräche liefen bereits und stünden zum Teil kurz vor dem Abschluss. „Wir werden damit sehr gut aufgestellt sein“, sagte Lanvermeyer laut Mitteilung.

Koettnitz will den Angaben zufolge die vier Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), die das Marienkrankenhaus in Weener, Rhauderfehn, Papenburg und Dörpen betreibt, in die umfassende Betreuung der Frauen einbeziehen. Die positiven Auswirkungen einer solchen „konzeptionellen Weiterentwicklung“ habe er durch seine Tätigkeit in Winschoten schätzen gelernt. In den Niederlanden sei die Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und stationären Bereich weit vorangeschritten. Diese wolle er auch in Papenburg verbessern.

Dazu gehöre auch ein guter Kontakt zu den niedergelassenen Frauenärzten in der Region, die Koettnitz sowie Geschäftsleitung und Gesellschafter laut Mitteilung nicht als Konkurrenz, sondern als Partner bei der bestmöglichen medizinischen Versorgung der Patientinnen sehen.


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