„Inklusiv von Anfang an“ Kostenfreie Weiterbildung für Kita-Leitungen in Papenburg

Von Gerd Schade

Mit Bildkarten werden Prof. Dr. Edita Jung, Ann Christin Waldschmidt und Julia Fübbeker (von links) im Rahmen der Weiterbildung „Inklusiv von Anfang an“ unter anderem arbeiten. Foto: Gerd SchadeMit Bildkarten werden Prof. Dr. Edita Jung, Ann Christin Waldschmidt und Julia Fübbeker (von links) im Rahmen der Weiterbildung „Inklusiv von Anfang an“ unter anderem arbeiten. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Historisch-Ökologische Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg und die Hochschule Emden/Leer machen gemeinsame Sache. Mit dem Schwerpunkt Inklusion bieten sie eine berufsbegleitende Weiterbildung für (angehende) Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen an. Die Teilnahme inklusive Übernachtung in der HÖB ist kostenlos.

Möglich machen es Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds. Wie HÖB-Bildungsreferentin Julia Fübbeker am Montag bei einem Pressegespräch erläuterte, wurden für das Weiterbildungskonzept knapp 180.000 Euro bewilligt. Eng mit der Weiterbildung verbunden ist die Förderung des Projektes „Öffnung an Hochschulen“. Damit sollen nicht nur Hemmschwellen abgebaut, sondern Teilnehmer beim Übergang an eine Hochschule gezielt unterstützt werden. Ganz konkret kann Fübbeker zufolge die Weiterbildung den Einstieg in das Studium Kindheitspädagogik erleichtern. Deshalb finden Teile der Fortbildung auch direkt in der Hochschule statt.

Wesentliches Ziel der Fortbildung „Inklusiv von Anfang an“ ist es allerdings zunächst, Leitungskräften in Kindertagesstätten (Kitas), und solchen, die es werden wollen, auf dem Weg zur inklusiven Kita zu unterstützen und ihnen das Rüstzeug für ihre Tätigkeit zu vermitteln.

Die Organisatoren planen mit einer Gruppe von 16 Personen. „Bedarf und Interesse sind da“, hat Fübbeker festgestellt. Es sind aber auch noch Plätze frei.

Die berufsbegleitende Weiterbildung umfasst insgesamt elf Module mit Praxisprojekt und Hausarbeit und findet schwerpunktmäßig donnerstags bis samstags statt. Hinzu kommen zwei Blockwochen. Los geht es am 16. Februar 2017. Die Weiterbildung erstreckt sich bis Juni 2018 und schließt mit einem Kolloquium ab. Anmeldungen sind noch bis zum 30. Januar 2017 möglich.

Persönliche Entwicklung

Wie Prof. Dr. Edita Jung, Studiengangsleiterin für den Bereich Kindheitspädagogik an der Hochschule Emden/Leer, erklärt, geht es inhaltlich neben persönlicher Entwicklung und pädagogischer Praxis unter anderem darum, die Heterogenität und Vielfalt in der pädagogischen Arbeit beachten und konstruktiv begleiten zu können – sei es bei kulturellen Hintergründen und/oder körperlichen beziehungsweise geistigen Beeinträchtigungen. „Die Leitung einer Kita spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um das Schaffen von Systemen geht“, sagt Jung. Nach ihren Worten gehörte die Hochschule Emden/Leer bundesweit zu den ersten Hochschulen, an denen der Studiengang Kindheitspädagogik implementiert wurde.


Weitere Infos, Anmeldungen und Kontakt: Julia Fübbeker (HÖB), Telefon, 0 49 61/9 78 80, E-Mail: julia.fuebbeker@hoeb.de ; Ann Christin Waldschmidt (Hochschule Emden/Leer), Telefon 0 49 21/8 07 12 40, E-Mail: ann-christin.waldschmidt@hs-emden-leer.de Mehr zu den Angeboten der Hochschule Emden-Leer gibt es unter www.hs-emden-leer.de