„Gemeinsam für Gottes Schöpfung“ Sternsinger bringen Segensgruß in das nördliche Emsland

Von Klaus Dieckmann und Andrea Schmees


kd/asc Papenburg/Niederlangen. Hunderte Sternsinger haben als Heilige Drei Könige am Wochenende im nördlichen Emsland den Segensgruß „C+M+B“ zu den Menschen gebracht.

Am Samstag zogen festlich gekleidet und mit einem Stern voran gut 140 Sternsinger in der Pfarrei St. Antonius in Papenburg von Haus zu Haus. Sie überbrachten als Heilige Drei Könige den Segensgruß „C+M+B - Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

In der Aussendungsfeier in der St.-Josef-Kirche sagte Pastor Gerrit Weusthof, die Sternsinger seien ein sichtbares Zeichen für ein friedliches Miteinander der Menschen. Frieden in der Welt könne nur ohne Waffen geschaffen werden. Auch dies sei eine Botschaft, die vom Fest ausgehe, und durch die Sternsinger zu den Menschen getragen werde.

Verbunden ist das Dreikönigssingen mit einer Spendensammlung, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Unter dem Leitgedanken „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ lenkten das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in diesem Jahr den Blick auf die Folgen des Klimawandels. Die Veränderungen der klimatischen Bedingungen führten in mehreren Regionen Kenias zu extremer Trockenheit. Der ausbleibende Regen entziehe einem Großteil der Bevölkerung die Lebensgrundlagen.

Halbe Million Sternsinger bundesweit

Die Initiative von Kindermissionswerk und BDKJ ist seit dem Beginn im Jahr 1959 zu einer der weltweit größten Solidaritätsaktionen ihrer Art erwachsen. Mit den Erlösen werden Projekte für Not leidende Kinder in Asien, Ozeanien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa unterstützt. Bei der 58. Aktion zum Jahresbeginn 2016 sammelten die Sternsinger in Deutschland rund 46,2 Millionen Euro.

Bundesweit sind nach Angaben der Veranstalter alljährlich etwa eine halbe Million Sternsinger unterwegs. Im Bistum Osnabrück beteiligen sich jeweils rund 10.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Aktion. Im Januar 2016 trugen sie insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro an Spenden für Projekte für Not leidende Mädchen und Jungen in Bolivien zusammen. Die Sternsinger in der Pfarrei St. Antonius steuerten dazu einen Betrag in Höhe von 16.475,35 Euro bei.

Auf ihren Weg geschickt wurden die 140 Dreikönigssinger am Papenburger Untenende am Samstag im Rahmen von drei Aussendungsfeiern. Diese fanden um 9 Uhr in der St.-Antonius-Kirche sowie jeweils um 10 Uhr in der St.-Josef-Kirche und in der Kapelle St. Anna in Aschendorfermoor statt. Als Zeichen ihres Besuches bei den Menschen in der Stadt schrieben sie an die Wand bei der Haustür mit Kreide das Kürzel für den Segensspruch mit der Jahreszahl: „20*C+M+B*17“.

Mit geweihter Kreide unterwegs

Bereits zum 95. Mal wurden die Sternsinger in der St. Laurentius-Kirchengemeinde Ober-/Niederlangen auf die Reise geschickt. Nach dem Wortgottesdienst mit Diakon Ulrich Strätker und einem gemeinsamen Frühstück machten sich die Sternsinger auf den Weg. Auch sie zogen von Haus zu Haus, um den Segen in die Häuser von Ober- und Niederlangen zu bringen. Neben der geweihten Kreide, mit der sie den Segensspruch „20 + C + M + B+ 17“ an die Haustüren schrieben, trugen die Sternsinger die Spendenbox bei sich. Der Erlös der diesjährigen Sternsinger-Aktion im BoJe-Verbund ist für das Hilfsprojekt von der aus Hasselbrock stammenden Schwester Anneliese Frye in Südafrika bestimmt. Ins Leben gerufen wurde der „Dreikönigsrundgang“ in der Kirchengemeinde St. Laurentius Ober-/ Niederlangen im Jahr 1922.


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