Bei Stadt und Landkreis HÖB Papenburg beantragt 3-Millionen-Euro-Zuschuss


Papenburg. Die Historisch-Ökologische-Bildungsstätte (HÖB) Papenburg hat bei ihren Trägern, der Stadt Papenburg und dem Landkreis Emsland, Zuschüsse in Höhe von insgesamt 3,05 Millionen Euro beantragt. Damit sollen unter anderem notwendige Arbeiten im Bereich des Brandschutzes und der energetischen Sanierung finanziert werden.

„Es ist noch nichts beschlossen“, betonten Thomas Südbeck, Leiter der HÖB, und Ursula Mersmann, Vorsitzende des Vereins HÖB. Jedoch seien die Zuschüsse notwendig, um neuen Vorschriften und Anforderungen gerecht zu werden. Die Bauplanung ist Südbeck zufolge auf vier Jahre ausgelegt. Die beiden Träger wären mit jeweils 50 Prozent an den veranschlagten Kosten von 3,05 Millionen Euro beteiligt.

Arbeiten in verschiedenen Bereichen

„Wir haben mit der HÖB schon viel erreicht. Doch jetzt gilt es, die Zukunft zu gestalten“, sagte Südbeck. Das sei auch für die Stadt und die Region wichtig. Geplant sind Arbeiten in verschiedenen Bereichen. Zum einen müssen die Anforderungen der Brandschutzordnung auf den neuesten Stand gebracht werden. Im Bereich der energetischen Sanierung sind Dämmungsarbeiten und ein weiteres Blockheizkraftwerk geplant. Ein erstes ist bereits im Haupthaus eingesetzt. Auch müssen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Dafür sind Arbeiten bei der Lagerung und der Anlieferung von Lebensmitteln vorgesehen. Mersmann ist besonders die Umgestaltung des Eingangsbereiches wichtig: „Am An- und Abreisetag, wenn die Gäste mit ihrem Gepäck im Eingangsbereich sind, ist dort oft kein Durchkommen. Für die Gepäcklagerung soll Platz geschaffen werden.“ Außerdem ist ein Anbau in Richtung Zillerweg geplant. Dieser ist als Ersatz für die Flächen vorgesehen, die durch die Umstrukturierung anderer Bereiche verloren gehen.

Dimensionen haben sich geändert

In den vergangenen Jahren gab es schon häufiger Umbau- und Sanierunsmaßnahmen bei der HÖB. So wurde im Jahr 2009 das Zentrum für Generationen gebaut, das von den beiden Trägern mit jeweils 100.000 Euro bezuschusst wurde. „Wir haben aber auch viele Arbeiten aus Eigenmitteln finanziert. Zum Beispiel den Umbau der Mensa im Jahr 2008“, sagte Südbeck.

Erweiterungen seien auch deshalb nötig, da sich die Dimensionen geändert hätten. Als die HÖB ihre Arbeit im Jahr 1988 aufgenommen hat, war sie auf 32 Teilnehmer ausgelegt und auf das Haupthaus konzentriert. Mittlerweile verfügt die HÖB über 102 Betten und gibt nicht selten zwischen 120 und 150 Mittagessen täglich heraus. „Die beantragten Zuschüsse sind auch für die Anpassung an die Auslastung gedacht“, erklärte der Leiter der HÖB. Er betonte, dass die HÖB bereits zum dritten Mal in Folge die Heimvolksschule mit der höchsten Zahl von Teilnehmertagen in Niedersachsen ist. Im Jahr 2015 waren das 30.821. Außerdem sei die Bezuschussung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Als er 1997 als Leiter bei der HÖB anfing, waren es noch 50 Prozent pro Jahr. „Mittlerweile sind es nur noch 17 Prozent“, berichtete er. Auch deswegen seien die jetzigen Anträge auf Zuschüsse notwendig.

Ergebnis im April/Mai

Die Arbeiten an der HÖB sollten den beiden Verantwortlichen zufolge auch im Sinne der Stadt sein. „Schließlich sind die Gäste, die hier Seminare belegen, auch für die Stadt ein Wirtschaftsfaktor“, sagte Mersmann. Sie geht davon aus, dass die Anträge von den zuständigen Gremien genehmigt werden. Um das auch sicherzustellen, will sie eine Sitzung der entsprechenden Ausschüsse des Landkreises in der HÖB abhalten – „damit sie das Haus kennenlernen“, ergänzte Mersmann. Derzeit gehen sie und Südbeck davon aus, dass die Ergebnisse über die Zustimmung zu den Zuschüssen nach den Haushaltsberatungen im April/Mai von den Gremien verabschiedet werden.


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