Serverproblem legt Computer lahm Sorge um Pakete: Postfiliale in Papenburg drei Tage dicht


Papenburg. Vor verschlossenen Türen standen Kunden der Deutschen Post drei Tage lang an der Filiale Am Stadtpark in Papenburg. Viele kamen dadurch zu Beginn der heißen „Geschenkephase“ nicht an ihre Pakete. Die technischen Probleme sind inzwischen gelöst.

Ein Zentralrechner in dem Gebäude, der sämtliche Computer steuert, hatte am vergangenen Freitag für erste Probleme gesorgt. „Dadurch konnten weder Bank- noch Postdienstleistungen erledigt werden“, sagte Tim Rehkopf, Sprecher der zuständigen Postbank-Zentrale in Bonn für den Bereich Privatkunden, auf Anfrage unserer Redaktion. Weil die Mitarbeiter der Filiale das technische Problem kurzfristig nicht in den Griff bekommen konnten und ein Techniker auf die Schnelle nicht verfügbar war, entschied sich der Filialleiter am frühen Nachmittag, vorzeitig zu schließen und die Kunden auf die (deutlich kleineren) Post-Agenturen im Deverpark, am Obenende und im Markant-Markt am Bolwinsweg zu verweisen.

An Pakete, die nicht zugestellt werden konnten, kamen viele Kunden dort allerdings nicht. Eine Information über die Medien gab es seitens der Deutschen Post oder der Postbank nicht, lediglich ein Schild vor dem Eingang informierte Kunden über die vorübergehende Schließung und wies auf die drei genannten Postagenturen hin. Der Geldautomat der Postbank war von den Problemen nicht betroffen.

Ersatzteil trifft Dienstagfrüh ein

Auch am Samstag und am Montag konnten die Computerprobleme nicht gelöst werden, weil Ersatzteile bestellt werden mussten. Am Dienstagvormittag dann trafen diese in Papenburg ein, ein Techniker machte sich sofort an die Arbeit, sodass am frühen Nachmittag die Filiale wieder geöffnet werden konnte. Insgesamt dauerte die Schließung der Filiale, rechnet man die beiden halben Tage zusammen, drei Tage.

Am Mittwoch lief der Betrieb zu den regulären Öffnungszeiten, allerdings bildeten sich längere Schlangen vornehmlich mit Kunden, die ihre Pakete abholen wollten. „Es kann auch in den nächsten Tagen zu einer erhöhten Kundenfrequenz in der Filiale kommen“, sagt der Postbank-Sprecher. Um den „Paketestau“ möglichst schnell auflösen zu können, werden zusätzliche Kräfte eingesetzt. „Wir verfügen über Springer, die wir in den Filialen flexibel einsetzen können, oder aus der Zentrale entsandt werden“, erklärt Rehkopf.

Frist zur Paketeabholung verlängert

Sorgen, dass ein Paket vorzeitig an den Absender zurückgesendet wird, müssen Postkunden in den nächsten Tagen nicht haben. „Die Frist zur Abholung der Pakete in dieser Filiale verlängert sich für die benachrichtigten Kunden dementsprechend um die Tage, in denen die Filiale geschlossen war“, sagt der Sprecher. Heißt in diesem Fall um mindestens drei Werktage. Wer ein Paket oder einen Brief versenden möchte und wegen der möglichen Wartezeit auf andere Filialen, Paketshops oder Packstationen ausweichen will, kann hier die nächstgelegene Möglichkeit abfragen: http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche .


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